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13.10.05 - Europa hilft asthmakranken Kindern

WANGEN - Asthma ist in Mitteleuropa die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Notwendige Schulungen für Betroffene und Angehörige sind in ganz Deutschland entstanden. Unter der Initiative der Fachkliniken Wangen ist es jetzt gelungen, eine grenzübergreifende EU-Pilotmaßnahme ins Leben zu rufen.
Hilfen über Grenzen hinweg

Bereits 1984 starteten in Deutschland die ersten Asthmaschulungen, seit 1994 werden sie professionell mit Leistungsvergleich und Qualitätssicherung betrieben. Ziel ist es, alle Fragen zum Umgang mit den Problemen der Erkrankung im Alltag von Familie, Schule und Freizeit und vor allem zur notwendigen medikamentösen Therapie zu klären. "Nur wenn die jungen Patienten und ihre Familien gut über die optimale Behandlung informiert sind, können sie ein nahezu normales Leben führen", sagt Oberarzt Dr. Thomas Spindler von der Kinderrehabilitationsklinik innerhalb der Fachkliniken Wangen.
Dr. Spindler ist es auch, der das in Vorarlberg, Südbaden und Südwürttemberg greifende EU-Projekt "Europa hilft asthmakranken Kindern und Jugendlichen" leitet. Mit im Boot ist auf österreichischer Seite die betreffende Abteilung am LKH Bregenz, die deutsche Seite wird von der Asthmaakademie Baden-Württemberg, den Gesundheitsämtern der Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis sowie der AOK in den Förderregionen Baden-Württembergs besetzt. Dass auch hier niedergelassene Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde beteiligt sind, hält Spindler für unverzichtbar: "Ohne sie sind die Schulungen nicht möglich!"

Aber auch allen anderen Ärzten möchte man die Angst vor einem Mittun nehmen. "Wir wollen keine Patienten wegnehmen", sagt Dr. Spindler. Schließlich seien die Hausärzte und niedergelassenen Kinderärzte "der Schlüssel zum System". Während Jörg Hempel, Geschäftsführer der AOK Ravensburg, die "Zufälligkeiten" bei der Diagnose endgültig beenden und die aufklärenden Schulungen "in die Fläche rein tragen" möchte, fasst es Dr. Constanze Müller, Leiterin des Qualitäts- und Produktmanagements, so zusammen: "Wir brauchen die richtige Diagnose mit der richtigen Therapie und Schulung zur richtigen Zeit!"

Was das im umgekehrten Fall bedeuten kann, davon berichtete Petra Nachbaur aus Tettnang. Mit knapp drei Jahren wurde bei ihrer heute neunjährigen Tochter die Diagnose "allergisches Asthma bronchiale" gestellt. Doch ohne große Hintergrundinformation sei die Therapie nur recht "inkonsequent" umgesetzt worden. So blieb die Angst davor, "etwas falsch zu machen". Erst mit der ambulanten Schulung im Frühjahr kamen Sicherheit und Beruhigung. "Felizia weiß jetzt um die Zusammenhänge, und wir Eltern können nicht nur ruhig schlafen, sondern das Kind dank eines Notfallplans auch ruhig einmal allein springen lassen", so Frau Nachbaur.

Wie so eine Unterweisung aussieht, das demonstrierte am Dienstag Schulungspädagoge Robert Jaeschke. Mit Hilfe des Heftes "Wolke 7", in dem die beiden Allgäukühe Conny und Carsten durch die Seiten führen, werden organische und funktionale Dinge rund um "Ohne Luft kein Leben" behandelt. Um so das "Ätzend! Ich krieg keine Luft!" in ein "Cool, mir geht's prima!" umwandeln zu können.}

Asthma hat viele Ursachen - Allergien können ein Auslöser sein. In den Fachkliniken Wangen wird ein gezieltes Projekt zur Unterstützung von asthmakranken Kindern und Jugendlichen initiiert. Archiv-Foto: dpa}

Pro Kurs können bis zu sieben Familien teilnehmen. Kinder und Jugendliche von fünf bis 18 Jahren werden in passende Altersgruppen eingeteilt, die Elternseminare finden begleitend statt. Die Schulungen finden in der Regel an zwei Wochenenden statt und kosten pro Familie 550 Euro. In Deutschland trägt die AOK für ihre Versicherten im Projektgebiet die Kosten

Quelle: Schwäbische Zeitung: Vera Stiller

Das Netzwerk Gesundheit bedankt sich bei der Schwäbischen Zeitung.








EU-Pilotmaßnahme der Waldburg-Zeil-Kliniken, Fachkliniken Wangen


In Deutschland trägt die AOK für ihre Versicherten im Projektgebiet die Kosten

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