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22.05.05 - Professor Maurer als Entwicklungshelfer

(KK) Professor Dr. Franz Maurer wurde von der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO-International) berufen, einen Operationskurs in Chennai/Madras in Indien zu leiten. Die AO-International ist die bedeutendste weltweite Vereinigung unfallchirurgisch-orthopädischer Ärzte. Der Ruf gilt als große Auszeichnung. Professor Maurer wird sein Wissen an etwa 100 Ärzte aus dem asiatischen Raum weitergeben.

Die AO-International wurde in der Schweiz gegründet und ist heute weltweit tätig. Diese Arbeitsgemeinschaft für Osteosyntheseverfahren beschäftigt sich mit der operativen Behandlung von Knochenbrüchen. Ihr Ziel ist es, das Wissen auf dem Gebiet weiterzuentwickeln und auch zu lehren, um so einen hohen Standard zu gewährleisten. Eine Mitgliedschaft in der Vereinigung kann nur durch Berufung erworben werden. Für Kongresse im Ausland werden in der Regel nur sehr renommierte und erfahrene Chirurgen ausgewählt.
Der Ruf von Professor Maurer ist auch als Anerkennung und Aufwertung für die von ihm geleistete Arbeit im Rahmen der unfallchirurgischen Versorgung am Krankenhaus St. Elisabeth der Oberschwaben Klinik zu werten. Professor Maurer gibt sich dennoch bescheiden, hat er doch "Routine" auf dem Gebiet. Schon als Oberarzt an der BG- und Universitätsklinik in Tübingen betreute er AO-fellows – ausländische Ärzte, die ein Stipendium der AO erhalten haben und aus der ganzen Welt nach Tübingen kamen. Tübingen ist Ausbildungsklinik für die AO-International. Professor Maurer lehrte schon auf AO-Veranstaltungen in Freiburg, Bochum und Davos sowie in Ungarn. Indien ist sein erster Einsatz außerhalb Europas. Er gesteht: "Man fühlt sich doch bestätigt durch diese Einladung."

Professor Maurer wurde als Gesamtleiter und Organisator für die Fortbildung von Ärzten und OP-Personal ausgewählt. Unterstützt wird er dabei von zwei Kollegen aus Berlin und den Niederlanden und einer leitenden OP-Fachkraft aus der Schweiz. Rund 100 Ärzte aus dem asiatischen Raum, hauptsächlich aus Indien und Pakistan, werden vom 17. bis 23. Juli in Chennai erwartet. Sein Know-how gibt Professor Maurer nicht nur in Vorträgen weiter. Inhalt der Schulung sind auch Unterweisungen und praktische Übungen an Kunstknochen mit Anwendung verschiedenster Implantate wie Schrauben, Platten und Marknägeln.

Indiens Standard im Gesundheitswesen weist ein starkes Gefälle auf. Auf der einen Seite gibt es wenige hochmoderne Kliniken, auf der anderen Seite ist die Versorgung gemessen am europäischen Standard auf dem flachen Land wenig entwickelt. "Die Grundausstattung ist vorhanden, auch wenn es sich um eine einfache Ausstattung handelt. Wir helfen, das Wissen in die Breite zu bringen und so die Versorgung der Bevölkerung zu "verbessern", umreißt Professor Maurer seine Aufgabe.







Professor Dr. Franz Maurer

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