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21.06.05 - Hightech-Kernspin-Tomograph hat sich bewährt

Oberschwaben Klinik: Hightech-Kernspin-Tomograph hat sich bewährt. Ravensburg (KK) – Im Krankenhaus St. Elisabeth der OSK ist seit einigen Monaten ein Hightech-Tomograph im Einsatz. "Die Investition in die Zukunft hat sich bewährt", so Professor Dr. Bernd Steidle, Chefarzt der Radiologischen Klinik und Strahlentherapie. Die umfassende Soft- und Hardwareausstattung ermöglicht eine schnelle, sehr genaue und dabei schonende Diagnostik. Vor allem bei der Untersuchung von Kindern spielt die schnelle Bildgebung ihre Vorteile aus. Die Kernspin-Tomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen.

Die Kernspin-Tomographie ist ein Verfahren, das im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Ein Hauptgrund für ihre Anwendung ist, dass sie sehr genaue und differenzierte Darstellungen aller Körpergewebe liefert, vor allem nicht-knöcherner Strukturen, wie z.B. Weichteile, Organe, Gelenkknorpel, Meniskus und Gehirn. Schon geringfügige Veränderungen im Körper, beispielsweise kleine Entzündungsherde, können auf diese Weise entdeckt werden. Im Gegensatz zur Computer-Tomographie, bei der auch Schnittbilder erzeugt werden, können bei der MRT neben horizontalen Schichtebenen auch noch andere Schnittebenen dargestellt werden, ohne die Lage des Patienten zu verändern. Die Untersuchungsdauer hängt stark von der zu untersuchenden Region ab, beträgt im Durchschnitt aber 30 Minuten. Das moderne und freundliche Design und die weiten konischen Öffnungen erinnern nur noch wenig an die "Röhre" von früher, in der doch ein nicht zu vernachlässigender Teil der Patienten Platzangst bekam.

Die Abteilung von Professor Steidle mit seinen Oberärzten Dr. med. Thomas Opitz und Dr. med. Lothar Keller und dem Kinderradiologen Dr. med. Karoly Lakatos nimmt die Untersuchungen für die Fachabteilungen vor. Die Sektion Neuroradiologie unter ihrem Leiter Dr. med. Nico Prey und Oberarzt Dr. med. Alfons Bernhardt betreut die neurologischen, neurochirurgischen und neuropädiatrischen Fälle.
Der MRT erlaubt eine detailgenaue Untersuchung des Gehirns und Rückenmarks mit hochauflösenden Untersuchungssequenzen. Das Gerät liefert den derzeit frühesten und exaktesten Nachweis eines Hirninfarktes und ist deswegen als effiziente und rasche Schlaganfalldiagnostik unverzichtbar. Hirnversorgende Gefäße können mit Hilfe von fast nebenwirkungsfreien Kontrastmitteln sichtbar gemacht werden (Angiographie). Die MRT-Angiographie erlaubt die Abbildung von Gefäßen im gesamten Körper einschließlich einer kompletten Becken- und Beinangiographie.

Neuland betritt das Krankenhaus St. Elisabeth mit der Untersuchung des Herzens. Filmaufnahmen des schlagenden Herzens, Darstellung der Klappen und Durchblutungsmessungen des Herzmuskels ermöglichen jetzt auch die Abklärung unklarer und schwierig zu diagnostizierender Krankheitsbilder.
Im orthopädischen und traumatologischen Bereich ermöglichen neue Sequenzen eine hochauflösende Darstellung der Gelenke mit den knöchernen Komponenten, den Gelenkflächen, Bändern und Weichteilstrukturen. Dreidimensionale Untersuchungsblöcke liefern lückenlose, dünne Schichten, die eine nachträgliche Rekonstruktion von Bildern in nicht untersuchten Raumebenen ermöglicht. Das Fazit von Professor Steidle fällt eindeutig aus: "Alle Abteilungen der OSK profitieren von dem neuen 1,5 Tesla MRT. Die Diagnostik ist präziser und schneller. Auch die Berührungsängste der Patienten haben stark abgenommen."








Professor Dr. med. Bernd Steidle (rechts) und Peter Füßl (MRTA)

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