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09.03.09 - Der Mann als Gesamtkunstwerk

Ravensburg (svh) - Glückliche Männer sind gesünder und leben länger. Dies war die These von Professor Dr. med. Günther Wiedemann vor über 120 Zuhörern im Heilig-Geist-Spital.

"Es ist an der Zeit, den Mann als Gesamtkunstwerk zu betrachten", so der Chefarzt. Viele Männer litten im Alter an Depressionen. "Erst wenn man den Mann in seinem Ganzen begreift, versteht man, was ihn glücklich macht und gesund hält".

Es ist eine Tatsache, dass sich der Körper im Laufe der Zeit verändert. "Niemand hat mit 50 noch den gleichen Superkörper, den er einst mit 20 hatte, egal was er tut. Trotz aller Anstrengung kommt man nicht gegen das Alter an", so Wiedemann.  Die beste Möglichkeit mit dieser Tatsache umzugehen sei es, die eigene Einstellung zu ändern. Wichtig für den Menschen sei insbesondere die geistige Stimulation, denn "ohne die geht nichts".

"Männer streben nach Glück und das einzige Organ, das den Mann glücklich macht, ist das Gehirn", so Wiedemann. Was aber ist Glück? Banal, aber wahr: Fett zum Beispiel macht glücklich. Bei der Aufnahme von fetthaltigen Speisen werden Endorphine frei, die bekanntlich für gute Laune verantwortlich sind. Allerdings hat heute, da die meisten Männer ihren Tag sitzend verbringen, dieses Glücksgefühl auf lange Sicht den gegenteiligen Effekt: Der Mann wird immer dicker - und unglücklicher. Denn je übergewichtiger ein Mann ist, desto weniger Testosteron produziert sein Körper. Ohnehin verliert er im Alter zwischen 40 und 70 Jahren ein Drittel  seines Testosterons. Doch ein ausreichender Testosteronspiegel ist für ein gutes Körper- und Lebensgefühl und die Lebenserwartung des Mannes wichtig.

Was also tun? "Der Mann ist ein Belohnungssystem", so der Chefarzt. Wenig bringt es laut Wiedemann, Männern mit erhobenem Zeigefinger einen gesundheitsbewussten Lebensstil ans Herz zu legen. Sie müssten selbst die Erfahrung machen, dass zum Beispiel Erfolgserlebnisse wie eine allmähliche Gewichtsabnahme,  zunehmende Fitness und bessere seelischer Stimmung durch regelmäßige Bewegung auf Dauer die beste Belohnung sind.








Prof. Dr. Wiedemann vor seinem Publikum.

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