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14.12.08 - Schlaganfall wird im EK auf universitärem Niveau versorgt

RAVENSBURG (kk) - Der Landkreis Ravensburg steht flächendeckend und qualitativ bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten deutschlandweit an der Spitze. Das haben zwei Prüfer im Auftrag des Sozialministerium im Rahmen der Rezertifizierung des regionalen Schlaganfallschwerpunkts am Krankenhaus St. Elisabeth bestätigt. Sie bescheinigen der sogenannten Stroke unit am EK universitäres Niveau. Privatdozent Dr. Dietmar Bengel, Chefarzt der Abteilung für Neu-rologie am EK, ist stolz auf das Ergebnis: "Wir können im EK alle Fälle behandeln. Kein Patient muss in ein anderes Krankenhaus verlegt werden."

Als Stroke unit wird die höchste Versorgungsstufe bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten bezeichnet. Schon im Februar 2000 hat die Abteilung für Neurologie die Anerkennung als Schlaganfallspezialstation erhalten. Damals war die Bezeichnung Stroke unit nur Universitätskliniken vorbehalten. Oberarzt Dr. Thomas Staudacher hat schon damals federführend dazu beigetragen, diese Auszeichnung zu erlangen. Im Jahre 2003 erfolgte die Anerkennung als Stroke unit. Doch Privatdozent Bengel und sein Team bauten die Spezialeinheit konsequent aus. Die Kontinuität ihrer Arbeit wurde nun durch die erneute Zertifizierung anerkannt.

Im Auftrag des Sozialministeriums prüften Professor Dr. Arthur Melms, ärztlicher Direktor der neurologischen Universitätsklinik Tübingen, und Privatdozent Dr. Roman Huber, Leiter der Stroke unit der Universitätsklinik Ulm, die Ravensburger Spezialeinheit. Die beiden Auditoren nahmen die personellen, medizinischen und apparativen Voraussetzungen genauestens unter die Lupe. Sowohl ärztliches wie pflegerisches Personal müssen über eine permanente entsprechende Fachweiterbildung verfügen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen wie der Neurochirurgie, der Neuroradiologie und der Gefäßchirurgie können alle Arten eines Schlaganfalls im Hause behandelt werden. Ein Team aus Physio-, Logo- und Ergotherapeuten beginnen die Rehabilitation schon während der stationären Behandlung im Krankenhaus. Um weiterführende Maßnahmen kümmert sich die Sozialberatung des EKs. "Wichtig ist, dass ein Patient innerhalb von drei Stunden nach den ersten Symptomen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus St. Elisabeth kommt. Dann bestehen gute Chancen einer Heilung. Wir haben hier alle Möglichkeiten einer effizienten Therapie. Durch die sogenannte Lyse können wir ein Blutgerinnsel auflösen", beschreibt Privatdozent Bengel das Spektrum der Stroke unit. Die apparative Ausstattung des Krankenhauses der Zentralversorgung entspricht in allen Punkten den Kriterien der Prüfer.

Der regionale Schlaganfallschwerpunkt des EKs verfügt derzeit über 8 Betten. "Sobald wir das entsprechende Personal haben, werden wir auf 10 Betten erweitern", so Privatdozent Bengel. Aufgrund des hohen Standards des EKs erstreckt sich das Einzugsgebiet auch auf Biberach, Sigmaringen, Lindau, Überlingen und Friedrichshafen. Die Ärzte des EKs betreuen auch die lokalen Schlaganfallstationen am Krankenhaus Wangen, das zentrale Haus im Allgäu der OSK, und dem Klinikum Friedrichshafen. Beide Häuser verfügen jeweils über vier Monitorbetten. Allein im EK wurden letztes Jahr über 900 Patienten mir einem Schlaganfall behandelt, in Wangen und in Friedrichshafen jeweils über 200.








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