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03.12.08 - 13 Medizinstudenten sind am Ziel

RAVENSBURG (kk) - Im Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm, haben 13 Medizinstudenten den mündlichen Teil ihres Staatsexamens abgelegt. Zuvor hatten die Studenten den von ihnen als "Hammerexamen" bezeichneten schriftlichen Teil abgelegt. Der gesamte Lehrstoff aus dem vierjährigen klinischen Studienabschnitt ist von den lehrbeauftragten Ärzten des EK abgefragt worden. Alle 13 Studenten haben die Prüfung bestanden.

Das Staatsexamen schließt an das sogenannte "Praktische Jahr" an. Die letzten 12 Monate des Medizinstudiums waren die Studenten im Klinikalltag eingesetzt. Unter Anleitung arbeiteten sie auf den Stationen. Professor Dr. Ekkehard Jehle zeichnet als Lehrbeauftragter der Universität Ulm verantwortlich für die Medizinstudenten im Praktischen Jahr, kurz PJ-ler genannt. Er organisiert die einjährige Ausbildung der Studenten in Theorie und Praxis, um sie so auf den Beruf vorzubereiten. Er schätzt die jungen Kollegen. "Sie sind im Arbeitsalltag voll integriert und ein wichtiger Teil des Teams", bestätigt Jehle. Das letzte Jahr wird in Trimester unterteilt, in denen die Studenten die Pflichtfächer Chirurgie und Innere Medizin sowie ein Wahlfach absolvieren müssen. Neben Seminaren und Lehrvisiten stehen auch viele praktische Kurse auf dem Programm.

Den schriftlichen Teil der Prüfung haben die Studenten Mitte Oktober in Ulm abgelegt. 320 Fragen galt es zu beantworten. Für die richtige Antwort bleiben bei jeder Frage gerade mal drei Minuten Zeit. In der Prüfungswoche im EK wurde nun jeder Student eineinhalb Tage auf "Herz und Nieren" geprüft. Der praktische Teil der Prüfung beinhaltet eine Patientenvorstellung: Ein konkreter Fall wird jeweils von einem Nachwuchsmediziner untersucht. Dieser stellt die Diagnose und schlägt eine Therapie vor. Abschließend werden die Studenten noch mündlich von den Professoren und den Oberärzten geprüft.

Entspannt gibt sich Jürgen Ebert, einer der erfolgreichen Kandidaten, nach der Prüfung bei der Abschlussfeier, die er und seine Kollegen organisiert haben. Er und seine Kommilitonen gingen gespannt, aber konzentriert in das Examen. Die Ärzte am EK hätten die Studenten im "Praktischen Jahr" gut vorbereitet. Das EK genießt unter den Medizinstudenten einen guten Ruf. "Die Ausbildung hier ist sehr praxisnah. Das Wissen wird sehr patientenorientiert vermittelt. Als Studenten fühlten wir uns immer anerkannt", so Ebert. Die PJ-Studenten versuchen, möglichst viel aus der Klinikerfahrung mitzunehmen. "Wir wurden hier tatkräftig unterstützt. Das Angebot, an Visiten und Seminaren teilzunehmen, ist hervorragend", lobt Ebert.

Der Kontakt innerhalb der Studenten war sehr eng. Die meisten waren im Wohnheim im EK untergebracht. Gemeinsam lernte und feierte man. Um die Zukunft machen sich die nun fertigen Ärzte keine Sorgen. Jürgen Ebert möchte erst mal zwei Monate in Australien ausspannen. Eine Bewerbung hat er noch nicht geschrieben. "Wenn ich mich gleich bewerbe, laufe ich Gefahr, im Januar schon anfangen zu müssen. Derzeit können wir uns die Stellen aussuchen", beschreibt Ebert die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Vier oder fünf seiner Kommilitonen bleiben dem EK als Assistenzärzte erhalten.

Info:
Zwei Mal im Jahr nehmen Professor Dr. Ekkehard C. Jehle und seine Kollegen das Staatsexamen ab. Rund 30 Studenten werden jedes Jahr im Praktischen Jahr von den ausbildenden Ärzten im EK betreut. Das entspricht etwa 10 Prozent aller PJ-Studenten der Universität Ulm.








Ein letztes Mal haben sich die PJ-Studenten zur Abschlussfeier im EK getroffen.

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