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21.08.08 - Neues Energiekonzept am EK

Ravensburg (shv) - Derzeit wird vor dem Haupteingang des Krankenhaus St. Elisabeth gebohrt. Mit dem so genannten Thermal Response Test (TRT) wird die Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds und des thermischen Bohrlochwiderstandes ermittelt. Anlass ist das wesentlich neue Energiekonzept am EK, das zukünftig einen Teil seines Energiebedarfs durch Erdwärme decken will.

Wichtigstes Kriterium dabei war der Verbrauch des Krankenhauses, das 365 Tage im Jahr rund um die Uhr die gleiche Menge an Energie benötigt. Patientenzimmer müssen auf konstanter Raumtemperatur gehalten werden, Frühchenzimmer brauchen eine höhere Raumtemperatur, im OP muss es dagegen relativ kühl sein. All dies verbraucht Energie und kostet viel Geld. Erdwärme hat daher den Vorteil, dass es kostenlos zur Verfügung steht. Lediglich für die Wärmepumpe und die Installation der Erdwärmesonden fallen Kosten an. Weil ein Großteil der durch Wärmepumpen bereitgestellten Wärme aus erneuerbaren Energien stammt, werden Energieressourcen und die Umwelt geschont. Die Geothermie erfüllt die Kriterien der Nachhaltigkeit und gehört somit zu den regenerativen Energiequellen. Ihr Potenzial ist sehr groß und nach menschlichem Ermessen unerschöpflich. Erdwärme gibt es zu jeder Zeit, bei jedem Wetter und rund um die Uhr. Diese Beständigkeit und der Beitrag zum Klimaschutz überzeugten die Kreisräte, die dem Klimakonzept zustimmten. Nicht zuletzt spielte auch die Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit eine Rolle. Mit Erdwärme ist man nämlich nicht länger den steigenden Energiepreisen ausgeliefert.

Genutzt wird diese Energie mit so genannten Wärmepumpen. Mit denen kann bei Bedarf im Sommer sogar Kälte erzeugt werden. Dazu werden Kunststoffrohre verlegt, zu Kreisläufen zusammengeschlossen und mit dem Kühl- und Heizsystem des Krankenhauses verbunden. In ihnen zirkuliert eine Wärmeträgerflüssigkeit, die die Wärme aus dem umgebenden Erdreich abnimmt und and die Wärmepumpe weiterleitet.

Dem Entschluss pro Erdwärme gingen langwierige Diskussionen im Kreistag und Berechnungen der Fachingenieure voraus. Angefangen von der Standardvariante der Energieversorgung bis hin zur Brennstoffzelle wurden verschiedene Modelle diskutiert und auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft.

Die Wärme aus dem Inneren der Erde, die vom flüssigen Erdkern an die Oberfläche dringt, nennt man Geothermie oder Erdwärme. Diese in der Erde gespeicherte Energie erwärmt auf ihrem Weg nach oben Wasserreservoirs sowie Gesteins- und Erdschichten, die wiederum für Wärmegewinnung oder Stromerzeugung genutzt werden können.








Mit Bohrungen wird derzeit am EK der Untergrund untersucht.

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