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31.05.05 - Der Borreliose Selbshilfeverein Ravensburg – Bodenseekreis e.V. informiert:

(Oberteuringen) Die Infektionskrankheit „Lyme-Borreliose“ wurde 1981 entdeckt. Es sind Zecken, die mit dem Bakterium „Borrelia burgdorferi“ infiziert sind, welche vor allem in unserem Bereich die am meisten verbreitete heimtückische Infektionskrankheit   „Lyme-Borreliose“ übertragen.
Ebenfalls durch einen Zeckenstich kann FSME, Ehrlichiose, Ricketiose, Qu-Fieber, Babesiose u.a.übertragen werden. Jedes Jahr treffen allein in Baden-Württemberg ca. 40.000 Neuerkrankungen auf. In ganz Deutschland sind es 60.000 bis 100.000 neue Fälle. Die Dunkelziffer ist nicht abschätzbar. Im Vergleich zur FSME   - rund 400 registrierte Fälle bundesweit im Jahr – ist die „Borreliose“ erheblich.Bis heute ist diese Krankheit mit ihren vielschichtigen Erscheinungsbildern wenig erforscht.Bei zu später Diagnose kann sie zu schweren und resistenten Folgeschäden führen. Wer von einer Zecke gestochen wird, sollte in den folgenden Tagen sehr genau auf Symptome achten: Ringförmige  Hautrötungen - zu Recht Wanderröte  genannt  - (meistens an der Einstichstelle) – oder grippeähnliche Beschwerden, welche oft als „Sommergrippe“ abgetan werden. Leider treten diese Hautrötungen nur bei etwa 60 % der Infizierten auf, so dass viele den Zeckenstich gar nicht bemerken.Im weiteren Krankheitsverlauf kann es zu Gelenk-und Muskelschmerzen, zu Lähmungserscheinungen,  Herzrhythmusstörungen  und  Schädigungen   des zentralen und  peripheren Nervensystems, der Haut und des Bindegewebes sowie der inneren Organe kommen. Drastische Persönlichkeitsveränderungen  sind möglich. „Borreliose“ ist eine Erkrankung mit vielgestaltigen Symptomen.
Im Frühstadium ist die „Borreliose“ mit einer mehrwöchigen Antibiotika-Therapie gut behandelbar. Wer jedoch dieses Frühstadium übersieht oder nicht die richtige Therapie erfährt, dem stehen oft schlimme Jahre bevor. Eine Impfung gibt es gegen die  „Lyme-Borreliose“ nicht, da es sich um eine bakterielle Erkrankung handelt. Lediglich die ebenfalls durch Zecken übertragbare  „FSME“  durch  Impfung verhütet werden. Meist bleiben nach einer Behandlung im Spätstadium Restbeschwerden zurück, da sich Nervenzellen  - wenn überhaupt  -  nur sehr langsam regenerieren und  der Körper durch die Krankheit geschwächt ist. Es sollte darauf hingearbeitet werden, eine Meldepflicht einzuführen, wie es sie seit 1996 in den neuen Bundesländern gibt. Die vielen Neuerkrankungen im Jahr in ganz Deutschland dürfen nicht einfach übersehen werden. Es sei darauf hingewiesen, dass man bei Förstern und Jägern von einer Berufskrankheit sprechen kann.
Diese  Informationen beruhen ausschließlich auf den Angaben

des nachstehenden Selbsthilfevereins:
Info:  Borreliose Selbsthilfeverein Ravensburg – Bodenseekreis e.V.
Treffen: Jeden 2. Freitag im Monat, DRK-Haus, Ravensburg, Ulmer Str. 95, 16:00 Uhr. Kontakt: Hanne Leonhardt – Tel. 07546 / 917972

 








Bild: Archiv

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