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06.08.08 - Erstes gemeinsames Examen

Ravensburg (shv) - Zum ersten Mal konnten die Krankenpflegeschulen Ravensburg, Friedrichshafen und Tettnang gemeinsam ihren Abschluss feiern. Es war der erste Kurs, den die vereinte Krankenpflegeschule unter Trägerschaft der OSK abgeschlossen hat.

49 Schüler durften sich über ihre Zeugnisse freuen. 28 Schüler kamen aus den Reihen der OSK, 12 aus Friedrichshafen und 8 aus Tettnang. Es wurde deutlich, dass durch die gemeinsame Ausbildung die Grenzen des Landkreises übersprungen werden.

Seit 1. September 2005 kooperieren die Krankenpflegeschulen. Durch die gemeinsame Ausbildung ihrer Schüler werden Synergieeffekte genutzt und dadurch auch  Kosten gespart. Ein wesentlicher Vorteil dieser Zusammenarbeit stellt die Qualitätssteigerung der Ausbildung dar, da die Erfahrung und das Wissen von drei bewährten Schulen einfließen. Die breite Palette an medizinischen Fachabteilungen, die für die praktische Ausbildung zur Verfügung stehen, garantieren eine hochwertige Ausbildung, die den gestiegenen Anforderungen der Ausbildungsverordnung gerecht wird. Mit dieser Qualifikation ist ein vielseitiger und flexibler Einsatz der Gesundheits- und Krankenpfleger möglich. Ein eventueller Wechsel in andere Einrichtungen wird erleichtert. "Die Eigenständigkeit der jeweiligen Schulen ist zwar weg und es war nicht einfach, Gewohntes aufzugeben, aber wir haben die Herausforderung gemeistert", so Barbara Birnbaum, Schulleiterin der Krankenpflegeschule in Ravensburg. Zufrieden zeigte sich auch Ingrid Jörg, Leiterin der Aus-, Fort- und Weiterbildung der OSK. "Den Weg, den wir gegangen sind, war noch nicht bekannt. Es war fast undenkbar, dass sich drei Krankenhäuser zu einer solchen Kooperation zusammenschließen. Wir haben es aber geschafft", so Jörg. Außerdem sei das Model sehr vielversprechend. Sie gratulierte den frisch gebackenen Gesundheits- und Krankenpflegern. Es ist ein "besonderes Ereignis", betonte Jörg, das gebührend gefeiert werden muss.

"Mir, als Klinikmanager ist es nicht bange, wenn ich so qualifizierte Pflegekräfte wie Sie sehe" attestierte Dr. Jan-Ove Faust, Direktor für Medizin und Behandlung der Oberschwaben Klinik (OSK), den Absolventen. Auch Jürgen Sachsenmeier vom Klinikum Tettnang beglückwünschte die Absolventen: "Mit ihrer Berufausbildung haben Sie viele Möglichkeiten. Ein schwieriger Beruf wie der Ihrige wird immer gebraucht." Wie gut die Chancen mit dieser Ausbildung stehen, belegt die Tatsache, dass ein Großteil der Schüler schon einen Arbeitsvertrag fest in der Tasche hat. Jochen Wolf, stellvertretender Geschäftsführer des Klinikums Friedrichshafen freute sich sehr, dass das Klinikum Friedrichshafen 11 Absolventen unbefristete Arbeitsverträge hat anbieten können. Auch er ist der Meinung, dass ein solcher Beruf nie aussterben wird. "Warum nicht auch nach Österreich oder in die Schweiz gehen? Solange sie mobil und breit sind, sich immer wieder neu zu definieren, sind Sie auf der sicheren Seite", rät Wolf.

Die Examenskandidaten zogen ebenso eine positive Bilanz ihrer dreijährigen Ausbildung. Nicht immer leicht sei es gewesen. Dennoch bereue keiner, diesen Schritt gegangen zu sein. Sie verglichen ihre Ausbildung mit einer Brücke. Eine Brücke, auf der sich Menschen aus allen Himmelrichtungen treffen und nun jeweils verschiedene Ausfahrten nehmen, um individuell ihren Lebensweg zu gestalten.

Bild:
Barbara Birnbaum, Roland Steeb, Dr. Jan-Ove Faust und Ingrid Jörg mit den Gesundheits- und Krankenpflegern aus Ravensburg.








Strahlende Absolventen mit ihrem Examen in der Hand.

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