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04.08.08 - Dr. Lakatos verabschiedet - "menschlich fehlt er, fach-lich bleibt er"

RAVENSBURG (kk) - Dr. Karoly Lakatos, leitender Arzt der Kinderradiologie am Kinderkrankenhaus St. Nikolaus in Ravensburg, geht als Chefarzt für Kinderradiologie ans größte deutsche Kinderkrankenhaus nach Kassel. Dank den modernen Möglichkeiten der Teleradiologie steht Dr. Lakatos der Oberschwaben Klinik aber weiterhin für Befunde zur Verfügung "Mit diesem Modell sind wir Vorreiter einer Entwicklung, die zukünftig überall in Deutschland stattfinden wird", sagte Privatdozent Dr. Andreas Artlich, Chefarzt der Kinderklinik, beim Abschied von Dr. Lakatos.

"Wir sind stolz auf Sie. Das spricht für Ihre gute Ausbildung am EK", meinte Professor Dr. Bernd Steidle, Chefarzt der Radiologie im Namen aller Kollegen, zu der Berufung Lakatos’ nach Kassel. Die Redner bei seiner Verabschiedung waren sich alle einig: Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sagten sie einem geschätzten Kollegen Lebewohl. Dr. Lakatos wird wegen seiner menschlichen Art und seiner fachlichen Kompetenz hoch geschätzt. "Wir verlieren Sie ungern", gestand Dr. Jan-Ove Faust, Direktor Medizin und Behandlung der OSK. Für die gute kollegiale Zusammenarbeit und sein fundiertes Fachwissen dankte PD Dr. Andreas Artlich. Die Beliebtheit und Kompetenz des scheidenden Arztes wurde durch die Anwesenheit niedergelassener Ärzte belegt. In deren Namen dankte Dr. Hans-Peter Fritz für die hervorragende Kommunikation und Kooperation zwischen Krankenhaus und den niedergelassenen Kollegen. Er lobte die Fachkenntnisse und die Einsatzbereitschaft von Dr. Lakatos - auch nach Dienstschluss. Dr. Fritz zog den Vergleich zum Profifußball: "Für Ihren Wechsel ist eine hohe Ablösesumme fällig."

Bei so viel Anerkennung wundert es nicht, dass sich die OSK Gedanken gemacht hat, wie sie weiterhin mit Dr. Lakatos zusammenarbeiten kann. Gemeinsam mit ihm und der Kinderklinik in Kassel wurde eine neue Idee entwickelt. Über Teleradiologie kann die OSK auch zukünftig auf das Fachwissen des erfahrenen Kinderradiologen zurückgreifen. Bei diesem diagnostischen Verfahren werden die Röntgenbilder mittels Datenleitung von Ravensburg in die Kinderklinik nach Kassel geschickt. Dort begutachtet sie Dr. Lakatos und teilt seinen Ravensburger Kollegen seinen Befund mit. Aufgrund der in Kassel gestellten Diagnose können die Ärzte in Ravensburg dann die passende Therapie einleiten. Technische Voraussetzung dafür ist die gerade eben in der Oberschwaben Klinik eingeführte digitale Bildgebung in der Röntgendiagnostik. Dr. Johannes Holz und Dr. Matthias Röschard werden im Kinderkrankenhaus für die bildgebende Diagnostik zuständig sein. "Beides sind erfahrene Ärzte, die sich weiter spezialisieren werden. Ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Konzept entwickelt haben und glücklich, Sie weiterhin bei uns behalten zu können", so Dr. Faust. Auch Dr. Fritz zeigte sich zufrieden mit dieser Lösung: "Dr. Lakatos hinterlässt eine Lücke: menschlich fehlt er, fachlich bleibt er."

Nur etwa 70 Kinderradiologen arbeiten in Deutschland. Die Spezialisierung in der Kinder- und Jugendmedizin ist weit fortgeschritten. Die Experten für bildgebende Diagnostik haben eine Schlüsselposition für die Behandlung inne. Aufgrund ihrer präzisen und schnellen Befunde wird die weiterführende Therapie aufgebaut. Durch den Einsatz der Teleradiologie spielen Entfernung und Schnelligkeit keine Rolle mehr. Innerhalb kürzester Zeit werden die Bilder und die Befunde über Datenleitungen ausgetauscht. Per Telefon können eventuell erforderliche Rücksprachen getroffen werden.

Dr. Lakatos blieb in seiner Ansprache gewohnt bescheiden. In Kassel alleine eine Hauptabteilung zu leiten, betrachtet er als Herausforderung. Er dankte allen Wegbegleitern für die gute Zusammenarbeit, Hilfe und Unterstützung. In seinen Augen handelt es sich bei der zukünftigen Zusammenarbeit mit seinen ehemaligen Kollegen in Ravensburg um ein "Modell mit Zukunft".  Lakatos versprach: "Noch bin ich nicht ganz weg, ein Teil von mir bleibt hier. Mich zieht es immer wieder nach Oberschwaben."

Dr. Lakatos’ Ausbildung ist eng mit dem Krankenhaus St. Elisabeth verbunden. Der gebürtige Ungar ist in Ravensburg aufgewachsen. Er studierte Medizin in Mainz. Das praktische Jahr absolvierte er im Kinderkrankenhaus St. Nikolaus. Nach dem Examen erlangte er seinen Facharzt in der Abteilung von Professor Steidle. Gleich danach bekam der talentierte Mediziner eine Stelle als Oberarzt an der Universitätskinderklinik in Mainz. Im Juli 2001 trat der die Nachfolge von Dr. Ulrich Hirche an und baute die Abteilung für Kinderradiologie am Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg weiter aus.

Bildunterschrift:
Nahmen Abschied: Dr. Hans-Peter Fritz, Erika und Karoly Lakatos, PD Dr. Andreas Artlich, Dr. Jan-Ove Faust, Professor Dr. Bernd Steidle (von links)



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