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04.08.08 - Valery kann wieder lachen

Ravensburg (shv) - Mit vollem Haarschopf hat sich die 11-jährige Valery ein weiteres Mal bei Professor Dr. Dieter Kistler im Krankenhaus St. Elisabeth (EK) vorgestellt. Es war noch eine kleine Nachoperation nötig. Das Mädchen aus Brest wurde bereits vor einigen Monaten von dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie wegen einer damals kahlen Stelle am Kopf operiert.

Auch wenn Valery erst 11 Jahre alt ist, hat sie schon eine Menge durchmachen müssen. Nach der Bestrahlung eines Blutschwammes in einem Krankenhaus in ihrer Heimat in Weißrussland blieb auf ihrem Kopf eine etwa 8 Zentimeter große kahle Stelle. Bei einem Besuch im Frühjahr 2007 im Rahmen der Städtepartnerschaft untersuchte Professor Franz Maurer, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am EK, Valery in Brest und konnte ihr die Hilfe von Professor Kistler und  der Oberschwaben Klinik (OSK) zusagen. Im September 2007 reiste sie nach Ravensburg. Von Professor Kistler wurde ihr am Krankenhaus St. Elisabeth ein Ballon (Expander) unter die Kopfhaut implantiert. Durch diesen wurde die haartragende Haut in der Umgebung der kahlen Stelle ausgedehnt. Dies diente als Vorbereitung für die spätere Ausschneidung des unbehaarten Gewebes. Die Operation verlief erfolgreich.

Valery konnte schon wenige Tage nach dem Eingriff zurück in ihre Heimat reisen. Im Januar diesen Jahres kam es allerdings zu einer Infektion. Es musste rasch gehandelt werden. Professor Kistler ließ sie wieder nach Ravensburg kommen. Da die Infektion hätte gefährliche Komplikationen verursachen können, entschied der Arzt den Ballon zu entfernen. Die kahle Stelle wurde herausgeschnitten und das so entstandene Loch durch die vorgerückte Haut verschlossen. An dieser Stelle sind nun wieder Haare gewachsen.

Jetzt haben keine so dramatischen Umstände zu ihrem Besuch in Deutschland geführt. Durch die vorhergegangenen Operationen hatten sich an der Kopfhaut sogenannte "Eselsohren" gebildet, wie sie Professor Kistler bezeichnet. Dieses abstehende Gewebe verursachte Valery vor allem beim Kämmen große Unannehmlichkeiten. Es handelte sich um überschüssiges Gewebe, welches durch die Hautverschiebung entstanden war. Bei einem kleinen weiteren Eingriff entfernte Professor Kistler nun diesen Überschuss.

Dort, wo einst die kahle Stelle war, wächst nun dichtes blondes Haar. Valery strahlt. Sie könnte mit dem Ergebnis nicht glücklicher sein. Nicht mehr länger muss sie Angst haben, mit dem Kamm an ihrer Kopfhaut hängen zu bleiben. Auch ihre Mutter ist überglücklich, dass alles so gut verlaufen ist. Sie ist voll des Lobes. Eine Brester Zeitung hat ausführlich über Valery und die Hilfe, die sie in Ravensburg erfahren hat, berichtet. Die Mutter, so der Zeitungsbericht, ist bereits dazu übergegangen, anderen Tipps zum Stylen der Haare zu geben. Denn durch die Operation und alles, was dazu gehört, hat auch sie viel gelernt. Obwohl Valery nun keine kahle Stelle mehr auf dem Kopf hat, frisiert ihre Mutter ihr ihre Haare so, dass man die Narbe nicht sieht. Der Zeitungsartikel geht auch darauf ein, wie gut gelaunt Valery nach ihrer Operation wieder in Brest ankam. Ihr ging es so gut, dass sie bereits wieder zur Schule gehen konnte und dadurch nicht allzu viel Stoff verpasst hat. Lehrer und Freunde hätten ihr sehr geholfen, den Anschluss zu behalten.

Die OSK hat die Kosten der Aufnahme für Valery übernommen und Professor Kistler hat das Mädchen kostenlos operiert. Die Stadt Ravensburg hat sich um die Unterbringung der Mutter des Mädchens gekümmert hat. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen weißrussischen Behörden und der Bundespolizei konnten Valery und ihre Mutter im Januar umgehend nach Friedrichshafen fliegen. Dieses Mal organisierten Soldaten den Transport von Brest nach Ravensburg. "Es ist schön, dass es so eine enge Partnerschaft zwischen den zwei Städten gibt und man in Brest auf diese Weise helfen kann. Ich würde mir wünschen, dass diese Freundschaft noch lange besteht und noch mehr Menschen geholfen werden kann", sagte Professor Kistler.

Die kleine Valery hat ihre letzte Operation in Ravensburg gut überstanden und befindet sich bereits wieder auf ihrer Heimreise nach Brest.



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Die 11-jährige Valery zeigt Professor Kistler den Brester Zeitungsartikel.

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