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18.07.08 - Die OSK steigert Patientenzahlen und Ertragskraft

RAVENSBURG (wil) - Die Oberschwaben Klinik (OSK) hat im vergangenen Jahr sowohl die Zahl der behandelten Patienten als auch den Umsatz deutlich gesteigert. 130 000 Fälle (+ 10 %) wurden in den sechs OSK-Häusern im Landkreis Ravensburg behandelt. Der Umsatz stieg auf 144,5 Millionen Euro (+ 5 %). Der Betriebsverlust lag mit -1,881 Millionen Euro auf dem Niveau des Jahres 2006. Äußere Einflüsse wie Mehrwertsteuererhöhung, Gesundheitsreform und Notarztfinanzierung verhinderten ein ausgeglichenes Ergebnis.

Geschäftsführerin Dr. Elizabeth Harrison sowie die Direktoren Dr. Jan-Ove Faust (Medizin und Behandlung) und Peter Wiggenhauser (Betrieb) zeigen sich mit der Entwicklung der OSK hoch zufrieden. Erneut deutlich gestiegene Patientenzahlen seien ein Beweis dafür, dass die Menschen in Oberschwaben, im Allgäu und in der Bodenseeregion der Leistungsfähigkeit der OSK-Häuser vertrauen. Bedauerlich sei, so die Geschäftsführerin, dass äußere Einflüsse die für 2007 angestrebte "schwarze Null" verhindert hätten. So habe allein die Mehrwertsteuererhöhung die OSK mit einer Million belastet. Hinzu komme eine halbe Million Euro aus der Gesundheitsreform. Zur Sicherstellung der Notarztversorgung in den ländlichen Gebieten musste die OSK 120 000 Euro schultern.
Dr. Harrison weist darauf hin, dass die in den OSK-Krankenhäusern eingeführten Verbesserungen der Abläufe greifen. Obwohl die stationär aufgenommenen Fälle immer schwerer werden, sinkt die durchschnittliche Liegezeit im Krankenhaus. Der Schweregrad der Fälle wird im so genannten Case Mix Index (CMI) ermittelt. Er stieg im Jahre 2007 von 1,054 auf 1,074 (+ 1,9 %). Die Verweildauer der 37648 stationären Patienten (+ 0,6 %) sank von 7,4 auf 7,16 Tage. Das ist der niedrigste Wert, den die OSK-Krankenhäuser bislang erreicht haben. Die Auslastung der 1000 Planbetten des Klinikverbundes lag mit durchschnittlich 76 Prozent nur wenig unter der Quote von 2006.
Die OSK hat 2007 nicht nur mehr Patienten behandelt, sondern auch mehr Menschen beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 2644 (+ 1,6%). Davon arbeiten 1148 in Teilzeit. Damit bleibt die OSK der größte Arbeitgeber im Landkreis Ravensburg. 93,3 Millionen Euro (+ 2,8 %) hat die OSK für ihr Personal ausgegeben. Darin schlägt sich nieder, dass Ende 2006 der Notlagentarifvertrag ausgelaufen ist und ein neuer Haustarif den OSK-Beschäftigten 2007 erstmals wieder Gehaltssteigerungen brachte. Dr. Harrison wertet es als Beleg für die gestiegene Ertragskraft der OSK, dass die Mehrausgaben aus den Tarifsteigerungen aufgefangen werden konnten, ohne dass das Defizit stieg.
Investiert worden ist 2007 wieder in großem Maße in die technische Infrastruktur der OSK. Für das Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg wurde ein neuer, hoch leistungsfähiger Computertomograph angeschafft. Der bislang in Ravensburg eingesetzte CT ersetzt das veraltete Gerät in Wangen. Die Einführung der digitalen Bildgebung und Archivierung in der Röntgendiagnostik in allen OSK-Häusern wurde 2007 beschlossen, ist im EK bereits erfolgt und wird im Sommer 2008 in allen OSK-Häusern umgesetzt sein. Ebenfalls für alle OSK-Häuser wurden integrierte Telefon- und Bildschirmanlagen angeschafft, was den Aufenthaltskomfort am Krankenbett steigert.
Neben der ankündigten Weiterentwicklung der kleineren OSK-Standorte zu Gesundheitszentren zusammen mit niedergelassenen oder klinischen Partnern stehen im laufenden Jahr 2008 die Vorbereitungen für den Umbau des EK und die Stärkung des Krankenhauses Wangen im Vordergrund. Für das "Jahrhundertprojekt" am Krankenhaus St. Elisabeth sind 2009 die ersten vorbereitenden Schritte geplant. Unter anderem soll ein neues Notfallgebäude errichtet werden, mit dem der oft kritisierte Engpass in der Notaufnahme des EK Vergangenheit sein wird. In Wangen wird bereits in diesem Sommer mit der Sanierung der Stationsbereiche begonnen. Mit der Erweiterung des Aufwachraumes von fünf auf zehn Betten wird ein Nadelöhr im Behandlungsablauf beseitigt und zudem der Startschuss für ein langfristig angelegtes Verbesserungsprogramm gegeben. OSK-Betriebsdirektor Peter Wiggenhauser lobt in diesem Zusammenhang die zielgerichtete Planung und Umsetzung aller Bauprojekte zusammen mit dem Eigenbetrieb IKP des Landkreises, der für die Krankenhausimmobilien zuständig ist.
Parallel zu baulichen Verbesserungen im Krankenhaus Wangen wird das medizinische Angebot optimiert. Dr. Jan-Ove Faust, der OSK-Direktor für Medizin und Behandlung, will die Rolle von Wangen als zentrales Allgäu-Klinikum der OSK stärken, das auch attraktiv für Patienten aus der bayerischen Nachbarschaft und dem Bodenseeraum sein soll.








Krankenhaus St. Elisabeth Ravensburg

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