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10.06.08 - OSK entwickelt ihre kleineren Häuser zu Gesundheitszentren weiter

KREIS RAVENSBURG (wil) - Mit einem Ausbau des medizinischen Angebotes will die Oberschwaben Klinik ihre kleineren Klinikstandorte sichern. Zusammen mit Partnern aus dem klinischen Bereich und aus dem Bereich der niedergelassenen Ärzte sollen die Häuser zu Gesundheitszentren weiterentwickelt werden. Das sieht ein Konzept vor, das der Aufsichtsrat der OSK gebilligt hat und das am Donnerstag dem Kreistag vorgestellt wurde.

Vorgesehen sind Gesundheitszentren an den OSK-Standorten Isny, Leutkirch, Heilig-Geist-Spital Ravensburg und Bad Waldsee. Isny, Leutkirch und das Heilig-Geist-Spital werden als Gesundheitszentren mit integrierten Ärztehäusern weiterentwickelt. Das Krankenhaus Bad Waldsee behält seine Hauptabteilungen für Chirurgie und für Innere Medizin. Zudem werden Chirurgen, die ihren Praxissitz nicht im Krankenhaus haben, mit der Klinik kooperieren und dort operieren.
An allen OSK-Standorten wird auch künftig eine Notfallambulanz rund um die Uhr dienstbereit sein. Gegebenenfalls wird diese Notfallambulanz im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung durch niedergelassene Partner betrieben. Alle OSK-Häuser mit Ausnahme des Heilig-Geist-Spitals Ravensburg bleiben Notarztstandorte, so dass die flächendeckende Notfallversorgung gewährleistet ist.
In Isny gibt es Pläne, dass das Stephanuswerk, das zur Evangelischen Heimstiftung gehört, gemeinsam mit der Oberschwaben Klinik ein Senioren-Kompetenzzentrum einrichtet. Dazu würde die Evangelische Heimstiftung auf dem Krankenhausgelände eine neue Rehaeinrichtung bauen, die Tür an Tür mit der Akutklinik und dem Endoprothetikzentrum der Oberschwaben Klinik kooperiert. Medizinischer Schwerpunkt des Endoprothetikzentrums ist die Mobilität im Alter. Der Landkreis als Eigentümer des Krankenhauses sowie die Oberschwaben Klinik sind offen dafür, das medizinische Angebot am Standort Isny für ältere Menschen auszubauen. Zudem sieht das Konzept für Isny eine stationäre internistische Basisversorgung durch niedergelassene Ärzte vor.
Für Leutkirch ist neben der internistischen Basisversorgung durch eine OSK-Abteilung als Schwerpunkt die Kurzzeitchirurgie und die ambulante Chirurgie sowohl durch OSK-Ärzte als auch durch niedergelassene Partner vorgesehen. Neben den bisherigen Partnern sollen für die Chirurgie weitere Operateure, die ihren Praxissitz außerhalb des Krankenhauses haben, gewonnen werden. Mit den niedergelassenen Praxen, die mittlerweile ins Krankenhausgebäude eingezogen sind, ist das Profil des Hauses als Einrichtung mit stationärer Versorgung, Facharztzentrum und Beratungsangeboten bereits weit vorangetrieben.
Im Heilig-Geist-Spital wird der Schwerpunkt der OSK auf einem Konzept "GeriatriePlus" liegen, das neben der stationären geriatrischen Rehabilitation die begleitende Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie umfasst. Bereits im Herbst dieses Jahres werden in den aufgestockten Anbau weitere Praxen für Plastische Chirurgie, Urologie und Gynäkologie einziehen. Für die Kurzzeitchirurgie und die ambulante Chirurgie im Spital solle weitere Partner gewonnen werden.
Das Krankenhaus Wangen wird als zentrales Haus der OSK im Allgäu aufgewertet. Für Sanierungen im Innenbereich und Ausbauten unter anderem des Aufwachraumes und des Intensivbereiches gibt es eine Zielplanung, mit deren Umsetzung in diesem Jahr begonnen wird. Medizinische Zentren mit regionaler Ausstrahlung werden etabliert und gestärkt. Angestrebt wird die Anerkennung der Wangener Klinik als Akademisches Lehrkrankenhaus. Diesen Status hat heute schon das Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg. In das "Flaggschiff" der OSK wird der Landkreis in den nächsten Jahren über 150 Millionen Euro investieren. Im Zuge der Neustrukturierung des EK wird direkt neben dem Krankenhaus ein Ärztehaus durch einen Privatinvestor errichtet. Bereits 2010 wird eine neue Zentralküche der OSK ihren Betrieb aufnehmen, die der Landkreis im Weingartener Gewerbegebiet Welte baut.
Hintergrund für die Weiterentwicklung des medizinischen Konzeptes ist eine Ergebnisprognose, die für die OSK nach einer Entspannung im kommenden Jahr ab 2010 drastisch steigende Defizite erwarten lässt. Der Grund liegt in den Finanzierungsmechanismen für die Krankenhäuser. Es ist zu erwarten, dass die allgemeine Preissteigerung und die Steigerung der Lohnkosten die Anpassungsraten der Budgets übertreffen werden. Mit ihrem Konzept will die OSK rechtzeitig auf absehbare Probleme reagieren.
Alternativ zu dem vom Aufsichtsrat beschlossenen Konzept wurde OSK-intern die Option einer Schließung der Häuser in Leutkirch und Isny berechnet. Mittelfristig ließe sich dadurch zwar ein besseres Betriebsergebnis erzielen, doch wäre nach Auffassung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung eine Schließung von Standorten mit so gravierenden Nachteilen für die Bevölkerung verbunden, dass solche Pläne nicht verfolgt werden. Die OSK würde Patienten verlieren, für viele Menschen würde der Weg ins Krankenhaus erheblich weiter und die Notarztstandorte sowie die Notfallambulanzen wären gefährdet. Zudem wäre eine Schließung mit dem Verlust von 80 Arbeitsplätzen verbunden.
Die Zukunft ihrer Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich sieht die OSK in wohnortnahen Gesundheitszentren mit Spezialisierungen und Kooperationen mit niedergelassenen Partnern. Ziel ist es, die flächendeckende Versorgung zu tragbaren wirtschaftlichen Bedingungen beizubehalten.
Zur Oberschwaben Klinik gehören die Krankenhäuser St. Elisabeth Ravensburg, Wangen, Bad Waldsee, Isny/Leutkirch sowie als Rehaeinrichtung das Heilig-Geist-Spital Ravensburg. Die OSK-Häuser haben zusammen 1000 Betten und 2600 Beschäftigtige. Der Verbund versorgt jährlich ca. 130 000 Patienten, davon rund 38 000 stationär. Gesellschafter der OSK sind der Landkreis Ravensburg (95 %) und die Stadt Ravensburg (5%).








Krankenhaus St. Elisabeth


Krankenhaus Wangen

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