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16.05.08 - Wer rastet der rostet - mobil bleiben auch im Alter

RAVENSBURG (sk) - "Leben ist Bewegung", lautet das Motto von Dr. Thomas Wißmeyer, Chefarzt der Chirurgie am Krankenhaus Isny. Mehr als 80 interessierte Besucher füllten den Rathaussaal von Eisenharz, um seinen Vortrag über "Mobilität im Alter - Sturzverletzungen und Gelenkabnutzung - Die Herausforderung für die moderne Chirurgie" zu hören.

In den nächsten Jahrzehnten wird die Bevölkerung in Deutschland immer kleiner und gleichzeitig immer älter werden. Durch den demografischen Wandel und die somit alternde Gesellschaft kommt es zu weit reichenden Folgen für das Gesundheitssystem.

Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko zu stürzen. Dabei stürzen sie meist seitlich, wodurch es häufig zu Oberarmkopf- bzw. Oberschenkelhalsbrüchen kommt. Früher wurden Patienten mit schweren Brüchen häufig in große Zentren geschickt. "Dies ist heute nicht mehr nötig", betont Wißmeyer, "in Isny können wir selbst Patienten mit komplizierten Brüchen gut und vor allem wohnortnah versorgen." Um die Mobilität auch nach Stürzen und dabei oft auftretenden Knochenbrüchen zu erhalten, werden moderne Methoden zur Stabilisierung der gebrochenen Knochen verwendet. In Isny kommen hier neuentwickelte hochstabile Titanimplantate zum Einsatz.

Gleichzeitig nimmt im höheren Lebensalter die Arthrose (Verschleiß, Gelenkabnutzung) der stark beanspruchten Schulter-, Knie- und Hüftgelenke zu. Auf deren Konto gehen bei Menschen über 60 Jahren 50 Prozent der chronischen Erkrankungen, 40 Prozent der Reha-Maßnahmen und rund 27 Prozent der Frühverrentungen. Es entstehen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Bei Arthrose wird der Gelenkknorpel geschädigt, es kommt immer wieder zu Entzündungen bis hin zu Veränderungen des Knochens. Für die Betroffenen bedeutet dies Schmerzen und Einschränkungen in der Beweglichkeit und im alltäglichen Leben.

Meist spielen bei Arthrose viele unterschiedliche Faktoren wie Alter, Geschlecht, Beruf, Sport, Körpergewicht und einseitige Belastung ineinander. Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt der leitende Arzt des Endoprothetikzentrums Isny, Dr. Thomas Wißmeyer, Risikofaktoren wie Übergewicht, Kälte und Feuchtigkeit zu meiden. Regelmäßig Gymnastik und Sport wirken sich ebenfalls positiv auf die Gelenke und den Bewegungsapparat aus. "Man ist nie zu alt, um Sport zu machen", so Wißmeyer. Er empfiehlt regelmäßige und sanfte Bewegung im Wasser, ausgedehnte Spaziergänge oder auch das gelenkschonende Nordic-Walking. Krafttraining, Koordinations- und Balancetraining können ebenso wie Hüftprotektoren (weiche Polster, die man unter der Kleidung trägt) vor Knochenbrüchen schützen.

Dem Gelenkspezialisten stehen verschiedene operative Methoden zur Verfügung. Gelenkerhaltende Eingriffe wie Glättungen, Säuberungen oder Umstellungsoperationen, bei denen eine X- oder O-Beinstellung korrigiert wird. Entfernung von Gelenken, wie es beim Schultereckgelenk möglich ist oder das Versteifen eines Gelenkes. Versprechen diese Operationen keinen Erfolg, ist der Ersatz des Gelenkes durch die Endoprothetik die richtige Wahl. Allein in Deutschland werden jährlich 250 000 Prothesen implantiert. Mit Hilfe der computergesteuerten Navigation ist es Dr. Wißmeyer möglich, das neue Gelenk achs- und millimetergenau zu platzieren. Wißmeyer hat sich auf die Problematik älterer Menschen spezialisiert und erzielt hervorragende Behandlungserfolge. Durch den Einsatz künstlicher Gelenke können Menschen auch in späteren Lebensabschnitten noch lange mobil und aktiv sein.













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