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16.05.08 - Kontaktladenarbeit ist ohne Spenden gefährdet

RAVENSBURG (zfp) - Seinen Jahresbericht hat der Kontaktladen die Insel, die Einrichtung für Drogenabhängige und gefährdete in der Ravensburger Rosmarinstraße, vorgelegt. Die Besucherzahlen sind zum Jahresende angestiegen, die Spendeneinahmen allerdings gesunken. Ein weiterer Rückgang würde die Arbeit des Kontaktladens gefährden, schreibt Dr. Markus Leibfarth, Geschäftsführer der Trägergesellschaft Suchthilfe Ravensburg gGmbH und Leiter der Drogenentzugsstation am Zentrum für Psychiatrie Die Weissenau (ZfP).

Im Vorwort des Jahresberichtes spannt die baden-württembergische Sozialministerin Dr. Monika Stolz den Bogen von der Prävention, dem unkritischen Umgang mit illegalen Drogen und dessen Auswirkungen auf Jugendliche bis hin zur niederschwelligen Arbeit des Kontaktladens mit Personen, die sich oft im fortgeschrittenen Stadium ihrer Drogenabhängigkeit befinden. Die große Bandbreite von Problemfeldern und unterschiedlichen Ansatzpunkten in der Bekämpfung von Suchterkrankungen wir hier ebenso deutlich gemacht wie die Notwendigkeit der Vernetzung zwischen den Institutionen.

Ein wichtiges Ergebnis im Berichtsjahr war für viele Drogenabhängige sowie auch für den Kontaktladen die Eröffnung einer Schwerpunktpraxis in Ravensburg. Sie brachte für viele nach langen Wartjahren die Möglichkeit, einen Platz in der Substitutionsbehandlung zu erhalten und sich dadurch gesundheitlich und sozial zu stabilisieren.

"Die enge Kooperation mit allen an der Behandlung beteiligten Institutionen bietet aktuell viele Chancen, die Situation für Drogenabhängige weiter zu verbessern. Der Kontaktladen Ravensburg wird sich an diesem Prozess weiter beteiligen", sagt Markus Leibfarth.

Im vergangenen Jahr nutzten durchschnittlich 29 Personen täglich die niederschwelligen Angebote der Insel. Dazu gehören neben Spritzentausch, Bistroangebot und Dusch- sowie Waschmöglichkeit unter anderem auch Hilfen bei der Wohnungssuche, im Umgang mit Ämtern sowie psychosoziale Beratung. Überdurchschnittlich angestiegen sind die Besucherzahlen in den Monaten November und Dezember. Ob sich dieser Trend im laufenden Jahr fortsetze, werde sich zeigen müssen, betont Leibfarth.

Ein anderes Phänomen freilich bereitet dem Geschäftsführer Sorgen: "Nach der hohen Spendenbereitschaft im Jubiläumsjahr 2006 gingen die Einnahmen durch Spenden und Bußgelder im Jahr 2007 deutlich zurück." Ein Drittel der Budgets, so betont Markus Leibfarth, "muss über Spenden und Bußgelder erwirtschaftet werden. Ein weiterer Rückgang würde die Existenz des Kontaktladens auf Dauer gefährden."

Der Kontaktladen ist dringend auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: Kontaktladen "die Insel", Konto 48060703, BLZ 65050110,Kreissparkasse Ravensburg. Weitere Informationen erteilt Dr. Markus Leibfarth, Telefon 2720.








Zentrum für Psychiatrie ZfP Die Weissenau

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