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11.04.08 - Internationales Trainingszentrum für Handchirurgen

RAVENSBURG (kk) - Das Zentrum für Handchirurgie unter der Leitung von Professor Dr. Hermann Krimmer wurde im November letzten Jahres von IBRA (international bone research association) als Ausbildungszentrum anerkannt. Die Schweizer Gesellschaft beschäftigt sich mit der Knochen- und Gewebeforschung. Dr. med. Erol Konul vom Landesklinikum St. Pölten in Niederösterreich war der erste Stipendiat. Neben seiner Fortbildung erstellte er auch eine klinische Studie.

Die Fachgesellschaft IBRA ernennt nach strengen Kriterien diese internationalen Ausbildungszentren. So entscheidet neben der Anzahl der Eingriffe auch die Breite des Spektrums über die Ernennung. Ein Ausbildungszentrum muss sich an der Entwicklung von neuen OP-Techniken beteiligen, die nationale wie internationale Anerkennung finden. Professor Krimmer genießt als Handchirurg einen internationalen Ruf. Er ist amtierender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie.

Dr. Erol Konul beschäftigte sich von Januar bis März in seiner klinischen Studie mit einem von Professor Dr. med. Hermann Krimmer mitentwickeltem Verfahren bei Handgelenksproblemen. Diese Methode kommt bei Problembrüchen des Handgelenks zum Einsatz. Der Bruch der handgelenksnahen Speiche zählt unabhängig vom Alter zu den häufigsten Frakturen. Bei der von Professor Krimmer mitentwickelten Methode kommen optimierte Platten zum Einsatz. Diese sind der Geometrie des Knochens angepasst. Der Bruch verheilt anatomiegerecht, das heißt ohne Fehlstellungen. Der Patient erlangt schneller seine Funktionsfähigkeit zurück. Dieses System wird mittlerweile weltweit verwendet. Trotz aller Fortschritte verheilen nicht alle Brüche ohne Probleme. Vorzeitige Abnutzung des Gelenkes, Einschränkung der Beweglichkeit und Schmerzen sind häufig die Folge. Hier sind dann Korrekturoperationen erforderlich, die bisher mit großem Aufwand verbunden waren. Auch diese schwierigen Eingriffe lassen sich nun erheblich leichter und mit geringerer Belastung für den Patienten durchführen.

Seit dem Bestehen des Zentrums für Handchirurgie am Krankenhaus St. Elisabeth führte Professor Krimmer an 22 Patienten Korrekturoperationen durch. Die erste Versorgung des Bruches lag zwischen vier Wochen und einem Jahr zurück. In diesen Nachoperationen führte er eine Stellungskorrektur mit diesem Plattensystem durch. Dr. Konul untersuchte bei diesen Patienten den Heilungsverlauf. Er konnte bestätigen, dass diese Methode sowohl für den Patienten als auch für den Operateur deutliche Vorteile bringt. Diese Ergebnisse werden auf dem nächsten internationalen IBRA-Kongress vorgestellt.

Der nächste Arzt, der bei Professor Krimmer hospitiert, kommt aus Tschechien. Anfragen aus Südamerika und den Vereinigten Staaten liegen bereits vor. In vielen Ländern gibt es keine eigenständige Fachrichtung der Handchirurgie.








Dr. Erol Konul und Professor Dr. Hermann Krimmer.

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