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26.03.08 - Der Blick in die Gesundheitsregion geht über Grenzen hinaus

Auf nur wenigen Kilometern stoßen im Bodenseeraum nicht nur vier Ländern, sondern auch vier Gesundheitssysteme aneinander. Es ist höchste Zeit, den Blick über Staatsgrenzen hinaus zu richten. Die erste Gesundheits-Piazza Bodensee bietet am 17. und 18. April im Festspielhaus Bregenz die  Gelegenheit. Experten und Akteure aus der Gesundheitswirtschaft Österreichs, der Schweiz, Liechtensteins und Deutschlands tauschen sich aus und entwickeln Perspektiven.

Wie machen es die Nachbarn? In kaum einer Region Europas ist die Frage so naheliegend wie am Bodensee. Grenzen nehmen hier die Menschen im Alltag kaum mehr wahr. Genau so wenig, dass sie bei einer Radtour rund um den See Gesundheitswesen mit völlig unterschiedlichen Spielregeln berühren. Die Gesundheits-Piazza will nicht nur Unterschiede aufzeigen, sondern auch Forum dafür sein, was man voneinander lernen und gemeinsam entwickeln kann. Der Begriff "Piazza" steht für Leben, Begegnung und Erlebnis. Der Kongress bietet nicht nur Vorträge und Podiumsdiskussionen. Daran schließen sich vor allem Gespräche in kleinen Gruppen an, die Ideen entwickeln, die über die zwei Tage der Piazza hinausreichen. Die Gesundheits-Piazza ist ein Kongress aus der Region für die Region. Die wissenschaftliche Leitung liegt in Händen von zwei Dozenten der Hochschule Ravensburg-Weingarten: der Pflegewissenschaftlerin Professor Dr. Birgit Vosseler und des Gesundheitsökonomen Professor Dr. Axel Olaf Kern. Viele Wissenschaftlern, Ärzte, Kassenvertreter, Leiter  von Kliniken und Firmenvertreter werden auf dem Kongress referieren. Auf der Liste finden sich auch prominente Namen. Eröffnen werden die Piazza am Donnerstag, 17. April um 12 Uhr die bayerische Sozialministerin Christa Stewens und der Vorarlberger Gesundheitslandrat Mag. Markus Wallner. Danach werden auf dem Kongress unter anderem die frühere Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis 90/die Grünen), der FDP-Fraktionsvorsitzende im baden-württembergischen Landtag Dr. Ulrich Noll, Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit der Schweiz, der Liechtensteiner Regierungsrat Dr. Martin Meyer oder Dr. Harald Mayer, 2. Vizepräsident der österreichischen Ärztekammer, diskutieren.
Vosseler und Kern erwarten spannende Diskussionen, wenn sich auf der Piazza die Vertreter der verschiedenen Versorgungskonzepte begegnen. Da sind die Österreicher mit einem zentralistischen, ja fast planwirtschaftlichen System. Den Beitragssatz der Gebietskrankenkassen legt das Parlament in Wien fest. Ähnlich soll ab 2009 in Deutschland verfahren werden, erläutert Prof. Vosseler. Doch Spötter aufgepasst: Die Österreicher gelten als diejenigen, die mit am zufriedensten mit ihrem Gesundheitswesen sind!
Das gilt natürlich erst recht für die Liechtensteiner: Alle sind versorgt, der Leistungskatalog ist praktisch unbeschränkt, und dies alles zu einem minimalen Satz in der Krankenversicherung. Zustände, von den die Deutschen natürlich nur träumen können. Hier nehmen Vosseler und Kern eine zunehmende Regelungswut wahr. "Wir gehen eindeutig  auf ein staatlich reguliertes Versorgungssystem zu", sagt Professor Vosseler. Wettbewerb werde den Deutschen nur vorgegaukelt. Mit aller Macht wolle man den Menschen klar machen, dass sie nur als Nichtraucher, mit gesunder Ernährung und mit Sport glücklich bleiben.
Schließlich die Schweizer. Ihnen steht bevor, was die Deutschen schon hinter sich haben: die Einführung der Fallpauschalen in den Krankenhäusern. Gesundheitsökonom Professor Kern nimmt eine gewisse Angst davor im Lande der Eidgenossen wahr. Das Schweizer Gesundheitswesen sei von einem hohen Maß an Wettbewerb und innovativen Versorgungskonzepten geprägt. Andererseits bereite die Basisversicherung, mit der man nur im eigenen Kanton ins Spital gehen kann, Schwierigkeiten.
Und was bedeuten diese großen politischen Linien für die Behandlung der Patienten im Alltag? Authentische Antworten kann niemand besser geben als diejenigen, die unmittelbar davon berührt sind. Dieses Gespräch ist Hauptanliegen der Piazza.

Hier gibt es Informationen und die Möglichkeit zum Anmelden:
www.gesundheitspiazza.eu
Agentur WOK GmbH www.agentur-wok.de, Telefon 49(0)30 49855031
Oberschwaben Klinik, Telefon 0751/872083








Die Gesundheits-Piazza Bodensee

© 2002 by Netzwerk Gesundheit im Landkreis Ravensburg, Welfenstraße 2, 88212 Ravensburg