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19.02.08 - Brustkrebs: Was Frauen wissen müssen

ISNY (sk) - "Sie haben Brustkrebs!" - Drei Worte, die circa 50.000 deutsche Frauen jährlich hören. Drei Worte, die das Leben schlagartig verändern. Die Tendenz ist steigend. Das einzig Positive daran ist die sinkende Sterblichkeitsrate. Wie kommt es zu dieser Erkrankung? Kann man etwas dagegen tun? Und wenn ja, was?

Professor Dr. Andreas Grüneberger klärte das überwiegend weibliche Publikum im Kurhaus in Isny über Entstehung, Vorsorge und Nachbehandlung von Brustkrebs auf. "Einer der wesentlichen Risikofaktoren ist die Einwirkung von Östrogen auf das Brustgewebe", erläutert Professor Dr. Andreas Grüneberger, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums am Krankenhaus Wangen. Früher hätten die Mädchen mit 14 Jahren ihre Regel bekommen, wurden mit 18 schwanger und haben danach zwei Jahre gestillt, so Grüneberger. "Der Körper produziert in der Stillzeit keine Östrogene. Dadurch sinkt das Risiko", erklärt der Chefarzt. Bei Frauen, die nie oder erst nach dem 30. Lebensjahr geboren haben, ist das Risiko laut Experten erhöht. Umgekehrt verringert jede Schwangerschaft das Brustkrebsrisiko. Dieser günstige Effekt wird noch verstärkt, wenn die Frau stillt und zwar möglichst lange. Der heutige Lebensstil, der häufig Übergewicht, Bewegungsmangel und Östrogengabe nach den Wechseljahren beinhaltet, begünstigt die Entstehung von Brustkrebs. Deshalb ruft Grüneberger dazu auf, Übergewicht wenn möglich zu senken, da im Fettgewebe auch Östrogene entstehen und empfiehlt regelmäßige Bewegung: "Vier mal 60 Minuten in der Woche haben sich bewährt. Auch ein flotter Spaziergang ist ausreichend."

Frauen, bei denen durch familiäre Vorbelastung oder andere Faktoren ein erhöhtes Risiko besteht, müssen häufiger zu den Vorsorgeuntersuchungen. Aber auch Frauen ohne erkennbares Risiko sollten die Termine ernst nehmen. Von verschiedenen Krankenkassen werden Selbstuntersuchungskurse angeboten, bei denen Frauen das richtige Abtasten der Brust lernen können. Die meisten Tumoren werden nämlich durch Selbstuntersuchung oder beim Frauenarzt erkannt. "Je früher ein Knoten entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen", schließt Andreas Grüneberger seinen Vortrag und stellt sich den Fragen der Besucher.

Der Förderverein für den Erhalt des Isnyer Krankenhauses und die Oberschwaben Klinik laden die Bevölkerung monatlich zum "Treffpunkt Gesundheit" ein. Die Vorträge finden in der Regel am zweiten Mittwoch des Monats um 19:00 Uhr im kleinen Kursaal des Kurhauses in Isny statt. Der Eintritt ist frei.

Nächste Termine: 12. März, Dr. Joachim Brückel: "Diabetes mellitus Typ 2 - Eine Volkskrankheit?!, 16. April, Dr. Angela Kurz-Schießl: "Knieschmerz, Arthrose, künstliches Gelenk - Was ist möglich?"








Interessiert lauschen die Besucher dem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Grüneberger.

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