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12.05.05 - Ambulante und stationäre Versorgung rücken zusammen

Ravensburg (KK) – Eine weitere Annäherung der ambulanten und stationären Patientenversorgung bahnt sich im Landkreis Ravensburg an. Die Ärztenetze Gesundheitsnetz Allgäu (gna), das Ärztenetz am Schussental (aeneas) und die Oberschwaben Klinik (OSK) planen Gespräche über eventuelle Kooperations-möglichkeiten. Im Schwörsaal fand eine erste gemeinsam organisierte Informationsveranstaltung für Ärzte im Landkreis statt. Zwei Juristen stellten dabei verschiedene Konstellationen von medizinischen Versorgungszentren (MVZ) vor.

 

Dr. Elizabeth Harrison (OSK) sowie die beiden Vorstandsprecher Dr. Claus-Wido Frey (aeneas) und Dr. Stefan Labouvie (gna) begrüßten etwa 250 Zuhörer. Es ging dabei nicht um Werbung in eigener Sache, sondern um das Aufzeigen von neuen Kooperationsformen im Gesundheitswesen. Die Organisatoren konnten für diese Veranstaltung zwei kompetente und erfahrene Referenten auf diesem Gebiet gewinnen: die Rechtsanwälte Dr. jur. Thomas Schlegel und Dr. med. Dr. jur. Reinhold Altendorfer, der zugleich auch Facharzt für Allgemeinmedizin ist. Die anschließende Diskussionsrunde, die Dr. Markus Waurick, leitender Oberarzt am EK, moderierte, zeigte das rege Interesse an dem Thema.

 

Der Gesetzgeber hat durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) die sektoralen Grenzen zwischen ambulant und stationär aufgebrochen und damit ein Mandat gegeben, die medizinische Versorgung effizienter zu gestalten. Vor diesem Hintergrund wurden neue Versorgungsformen ermöglicht. Eine davon stellt ein „Medizinische Versorgungszentrum“ (MVZ) dar. Neben zugelassenen sowie ermächtigten Ärzten kann auch ein MVZ an der kassenärztlichen ambulanten Versorgung teilnehmen.

 

Beide Referenten waren sich einig, dass der Trend im Gesundheitswesen zur Kooperation und Fusion geht. Doch warnten sie auch davor, „auf Teufel komm raus“ MVZ zu gründen. Das Leistungsspektrum muss genau aufeinander abgestimmt sein und die Partner zueinander passen. Der Vorteil müsse für den Patienten erkennbar sein, schließlich entscheidet er über den Erfolg eines Anbieters von medizinischer Leistung.

 

Die OSK hat schon angekündigt, sie beabsichtige an ihren Krankenhäusern medizinische Versorgungszentren zu etablieren. Die Netzvorstände bestätigten, dass derzeit Gespräche zwischen gna, aeneas, OSK und niedergelassenen Ärzten stattfinden, in denen neue Kooperationsmodelle diskutiert werden. Hierbei soll Konkurrenz vermieden und für den Patienten optimale Lösungen angeboten werden. Ein MVZ komme nur dort in Frage, wo es medizinisch sinnvoll die vorhandene ambulante Versorgung ergänzt und dadurch bestehende Ressourcen effektiver genutzt werden können.

 

 

Informationsmaterial zu der Veranstaltung:

Die Präsentationen der Referenten dieser Veranstaltung können Sie bei der Oberschwaben Klinik gGmbH anfordern. Senden Sie bitte ein E-Mail an Vera Sproll: Vera.Sproll@oberschwabenklinik.de

 

 

Bildunterschrift:

Dr. med. Dr. jur. Reinhold Altendorfer (links) und Dr. jur. Thomas Schlegel beantworten die Fragen der Teilnehmer. Dr. Markus Waurick moderierte die Informationsveranstaltung souverän.








Informationsveranstaltung

© 2002 by Netzwerk Gesundheit im Landkreis Ravensburg, Welfenstraße 2, 88212 Ravensburg