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21.12.07 - Sehbehinderte finden sich jetzt besser zurecht

WANGEN (sk) - Zwanzig Oberkursschüler der Krankenpflegeschule habe eine Station am Krankenhaus Wangen so umgestaltet, dass sich jetzt auch sehbehinderte und blinde Patienten besser zurechtfinden. Ihrem Projekt haben sie den Namen "Augen auf" gegeben. Lehrerin Dorothee Maurer ist sehr stolz auf die Klasse: "Alle Schüler waren sehr engagiert und es ist einfach schön zu sehen, dass etwas Sinnvolles entstanden ist."

Nachdem sie sich zu dem Projekt entschlossen hatten, sammelten die Schüler Ideen und Anregungen. Sie besichtigten die Station um zu sehen, was man verbessern kann. Die Stationsmitarbeiter sowie Patienten fragten sie nach ihren Wünschen und Bedürfnissen. Alles wurden notiert. Die Schüler teilten sich in Gruppen auf und machten sich voller Tatendrang ans Werk.

Katrin Hepperle und Eva Riether kümmerten sich um die Organisation. "Unser erster Auftrag war es, an Geld zu kommen", erklärt Katrin. Was den beiden auch hervorragend gelungen ist. Die drei Belegaugenärzte der Klinik PD Dr. med. Jürgen Gerling, Prof. Dr. med. Peter Janknecht und Dr. med. Jutta Wiek waren begeistert von der Idee und sagten sofort Unterstützung zu. Auch die Stationsmitarbeiter spendeten für das Projekt. Zudem verkauften die Schüler 15 selbstgebackene Kuchen auf einem Bazar eines Altenheimes in Lindau und ließen den Erlös in das Projekt mit einfließen. "Das Arbeitsmaterial, also Farben und Werkzeug, wurde uns vom Haus gestellt. Vor allem die Maler und Handwerker aber auch viele andere Mitarbeiter des Krankenhauses haben uns sehr unterstützt", sagt Katrin Hepperle.

Es gab viel zu tun und oft haben die Schüler sogar in ihrer Freizeit Hand angelegt. Sie sägten große Zimmernummern und unterschiedliche Symbole aus Holz und bemalten diese. Die Türrahmen der Behandlungszimmer wurden in unterschiedlichen, kräftigen Farben gestrichen. Die Schilder im Flur sowie die Bedienungsanleitung für den Fernseher und den Wasserautomat wurden mit großen Buchstaben versehen. Das Ergebnis kann sich sprichwörtlich "gut sehen" lassen.

Alle Zimmer der Station haben nun große, gelbe Zimmernummern, die man gut lesen oder ertasten kann. Damit die Patienten ihren Schrank, das Bett und den zugehörigen Waschplatz finden, wurde diese jeweils mit dem gleichen farbigen, tastbaren Symbol gekennzeichnet. Sie kauften eine Spielesammlung mit großen Figuren. Die Lichtverhältnisse im Aufenthaltsraum werden verbessert, um den Patienten das Lesen zu erleichtern. Zudem wird in jedem Zimmer eine Bahnhofsuhr mit großen Ziffern aufgehängt.

Die Reaktionen von allen Seiten sind durchweg positiv. Patienten finden sich besser zurecht und auch für das Personal ist es eine große Erleichterung. "Die Arbeit hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und es ist schön zu sehen, dass wir etwas bewirken konnten," freuen sich Eva Riether und Katrin Hepperle stellvertretend für die ganze Klasse.








Drei Schülerinnen bemalen den Türrahmen des Untersuchungszimmers.

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