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14.12.07 - Hipp-Streicher: Förderung wäre angemessen

RAVENSBURG (zfp) - "Das ist eine tolle Betreuungsmöglichkeit gerade auch für Familien in der Südstadt. Eine öffentliche Förderung wäre durchaus angemessen." Voll des Lobes ist Angelika Hipp-Streicher von der Tagesmüttervermittlungsstelle der Caritas über die Großtagespflegestelle Kinderwelt, die Kerstin Pohling im Zentrum für Psychiatrie Die Weissenau (ZfP) betreibt.

In kurzer Zeit hat sich die Kinderwelt, die seit gut einem Jahr besteht, etabliert. "Das ging ganz unkompliziert und hat sich schnell entwickelt", freut sich Angelika Hipp-Streicher, die im ZfP auf offene Ohren stieß. Dort hatte die Beauftragte für Chancengleichheit sich um kurzfristige Betreuungsmöglichkeiten bemüht. "So lassen sich Fehlzeiten von Müttern und Vätern vermeiden, wenn plötzlich die Tagesmutter oder die Oma ausfällt oder der Kindergarten mal wieder wegen Kopfläusen die Gruppe schließt", weiß Carmen Kremer.

Die Erzieherin und Tagesmutter Kerstin Pohling fand in der Weissenau den Partner, den sie suchte: Zu günstigen Konditionen kann sie die Räume mieten. Im Gegenzug hält sie so genannte Brückenplätze für Kinder von ZfP-Beschäftigten an.

Durchweg positiv äußern sich die Eltern ihrer Schützlinge. Anfängliche Bedenken, die Tagespflegestelle an die Psychiatrie anzubinden, sind zerstreut. Im Gegenteil! Das große Areal mit dem Park, die Tiere beim Kinderspielplatz, die Möglichkeit, täglich draußen spielen zu können, sind Vorteile, die die Vorurteile aufwiegen. "Viele Eltern kommen jetzt auch in der Freizeit mit ihren Kindern hierher und gehen spazieren oder besuchen am Wochenende den Spielplatz", berichtet Kerstin Pohling.

Derzeit gehören etwa 20 Kinder zum festen Besucherstamm bei der Erzieherin. Etwa zwei Drittel kommen aus der Südstadt, ein Drittel von Mitarbeitern der Weissenau. Das jüngste Kind war sechs Monate alt. "Jünger sollte es nicht sein", weiß die Erzieherin aus Erfahrung. Dann wird es schwierig, sich von der Mutter zu lösen. Ideal sei es, Kinder von etwa acht Monaten schrittweise an die Betreuung in einer Tagespflege zu gewöhnen, bestätigt die Sozialpädagogin Angelika Hipp-Streicher. Zunehmend steigen die Anfragen für kleine Kinder unter einem Jahr. Das hängt mit der gesetzlichen Elternzeitregelung zusammen. Für Kinder wie Eltern eine gute Möglichkeit, schrittweise wieder ins Arbeitsleben zu treten.

"Wenn Arbeitnehmer flexibel eingesetzt werden sollen, dann sind sie auf entsprechende Betreuungszeiten angewiesen", hat Carmen Kremer erfahren. Dies aber bietet keine klassische Kinderkrippe. In der Kinderwelt hingegen können die Eltern bedarfsgerecht ihre Zeiten buchen. Dass es hier keine Ferienzeiten gibt, wissen sie ebenso zu schätzen wie die Chance, die sich auch für Einzelkinder ergibt, wenn sie mit Gleichaltrigen zusammenkommen. Angelika Hipp-Streicher betont: "Das ist eine ideale Voraussetzung, dass Kinder mit zwei Jahren in eine andere Betreuungsform, etwa im Kindergarten, wechseln können."

Die Caritas-Frau wünscht sich mehr solcher Kooperationsangebote, wie sie Kerstin Pohling mit dem ZfP anbietet. "Schön wäre es, wenn solche Modelle auch Förderung erhalten könnten, da sie ja nicht nur für ZfP-Mitarbeiter zur Verfügung stehen." Letztlich profitiere ja auch die Gemeinde von derartigen Angeboten, wenn die Eltern wieder ins Berufsleben zurückkehren könnten.








Zentrum für Psychiatrie ZfP Die Weissenau

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