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27.07.07 - Chefarzt Dr. Hermann Vollmer verabschiedet: Der Herzdoktor mit Herz geht in den Ruhestand

RAVENSBURG (wil) – Dr. Hermann Vollmer ist nicht nur ein Arzt für das Herz, sondern auch ein Doktor mit Herz gewesen. Landrat Kurt Widmaier und OSK-Geschäftsführerin Dr. Eli-zabeth Harrison rückten bei der Abschiedsfeier für den Chefarzt der Kardiologie des Krankenhauses St. Elisabeth vor allem seine menschli-chen Qualitäten in den Mittelpunkt. Nach 25 Jahren an der Spitze der Abteilung übergab Dr. Vollmer den Stab an Dr. Michael Sigg.

„It gschimpft isch gloabet gnuag.“ Noch einmal sprach Dr. Vollmer den aus seinem Munde oft gehörten Satz. Doch auch ihm, dem aus Uttenweiler bei Bad Saulgau stammenden oberschwäbischen Original in der EK-Chefarztriege, half er an diesem Abend wenig. Ob er wollte oder nicht, er musste Lob über sich ergehen lassen. Auch wenn es Dr.Sigg in die Form einer Tadelrede goss: „Tadel“ für den Vorgänger, der so große Fußstapfen hinterlässt, dass der Nachfolger kaum hineinpasse. „Tadel“ für den Alten, der die Abteilung so hervorragend aufgestellt habe, dass der Neue gar nicht weiß, was er verbessern soll. Dr. Sigg: „Haben Sie das etwa mit Absicht gemacht?“
Mit voller Absicht hat sich Dr. Vollmer in eine Gruppe von Hobby-Basketballern eingereiht. Dabei blieb es auch nicht aus, dass der nicht eben groß gewachsene Arzt auch mal gegen einen 2,07-Meter-Mann Defensivarbeit zu verrichten hatte. Professor Dr. Günther Wiedemann, Chefarzt der Inneren Medizin, gab diese und andere Anekdoten zum Besten. Auch die, dass sich Dr. Vollmer und der heutige Chef der Radiologie am EK, Dr. Bernd Steidle, einst im Krankenhaus zu Riedlingen schon einmal über den Weg gelaufen sind, nur dass Vollmer damals für die Narkose zuständig war.
„Ich gehe mit zwei lachenden Augen“, versicherte Dr. Vollmer. Vor allem auch, da Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der OSK mit seinem Nachfolger eine „exzellente Wahl“ getroffen hätten. Dr. Michael Sigg ist ein Eigengewächs des EK. Seit über 20 Jahren arbeitet der demnächst 49-Jährige an der Klinik. Ange-fangen hat er als Assistenzarzt in der Inneren Medizin und danach über 14 Jahre lang in der Kardiologie sehr eng mit Dr. Vollmer zusammengearbeitet. Er sei sich sicher, so Vollmer dass sein bisheriger Oberarzt die Abteilung sowohl was die Atmosphäre unter den Mitarbeitern als auch was den Umgang mit Patienten betrifft in seinem Sinne weiterführen wird.
Die hervorragende Atmosphäre in dieser Abteilung hob auch Landrat Kurt Widmaier in seiner Würdigung für den scheidenden Chefarzt hervor: „Wer als Patient bei der Visite mit ;Was isch passiert? Was ka i für Sie tua“ begrüßt wird, der muss sich keine Sorgen machen, dass er nur als ,Fall’ wahrgenommen wird. Der kann sich sicher sein, dass er bei einem Arzt ist, für den man nicht nur Patient ist, sondern in erster Linie ein Mensch, der eben nicht nur die richtige Medizin braucht, sondern auch die persönliche Zuwendung des Arztes.“ Der Landrat dankte Dr. Vollmer dafür, dass er auch in den schweren Jahren, die das EK und die OSK durchmachen mussten, dem Haus die Treue gehalten hat. „Sie waren in der Tat ein herausragender Leuchtturm, in guten wie in schlechten Zeiten.“
Im Umgang mit Dr. Vollmer habe sie gelernt, was ein „waschechter Oberschwabe“ ist, meinte OSK-Geschäftsführerin Dr. Elizabeth Harrison. Sie zitierte aus einem Zeugnis, in dem der damalige Oberarzt Dr. Biber seinem jungen Assistenten Vollmer eine „beispielhafte Einsatzfreudigkeit“ sowie eine sichere Beherrschung von Notsituationen bescheinigt. Eigenschaften, die Vollmer über die Jahre bewahrt hat. Harrison: „Sie haben die Kardiologie am EK fachlich und menschlich geprägt. Eine gewaltige Leistung!“ Wie wichtig diese Abteilung für den Stellenwert des EK ist, betonte Dr. Jan-Ove Faust, der Direktor für Medizin und Behandlung. Dr. Vollmer erinnerte daran, dass die Existenz dieser Abteilung der Weitsicht der früheren Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute, Schwester Coletta Baumann, und des früheren Superiors Ludwig Jung zu verdanken sei. Sie hätten schon in den 80er-Jahren erkannt: „Dieses Haus braucht eine Kardiologie.“
Heute braucht das EK eine bauliche Erneuerung. „Wir sind auf dem Weg“, betonte der Landrat. Die preisgekrönten Entwürfe des Wettbewerbes würden jetzt optimiert. Das sei, so Widmaier, im übrigen kein „Nachsitzen“ von Architekten, sondern in einem solchen Rahmen ein normaler Vorgang. Der Landkreis sei entschlossen, das EK auf einen Stand zu bringen, der dem der hervorragenden Medizin, die längst hier gemach wird entspricht. Widmaier: „Der Kreistag hat nicht vor zwei Jahren die Verantwortung für dieses Haus übernommen, um dann auf halbem Wege stehen zu bleiben.“
Eine besondere Note erhielt die Veranstaltung für Dr. Vollmer durch die musikalische Umrahmung, für die seine Tochter Miriam mit ihrem Freund Malte Kaluza  und sein Sohn Christian sorgten.

Bildunterschriften:

Bild 1: Landrat Kurt Widmaier (rechts) verabschiedet Chefarzt Dr. Hermann Vollmer.

Bild 2: Stehende Ovationen für Dr. Hermann Vollmer (rechts) den für den scheidenden Chef der Kardiologie am EK: von links OSK-Geschäftsführerin Dr. Elizabeth Harrsion, Landrat Kurt Widmaier, Professor Dr. Günther Wiedemann und Dr. Jan-Ove Faust, Direktor für Medizin und Behandlung.

Bild 3: Gruppenbild zum Stabwechsel in der Kardiologie: von links OSK-Geschäftsführerin Dr. Elizabeth Harrison, der scheidende Chefarzt Dr. Hermann Vollmer, Landrat Kurt Widmaier, der neue Chefarzt Michael Sigg und seine Frau Irmgard.








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