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02.07.07 - Insel-Jahresbericht: Besucherzahlen steigen weiter an

RAVENSBURG (zfp) – Erneut mehr drogenabhängige Personen haben im Geschäftsjahr 2006 die Dienste des Kontaktladens „die Insel“, in der Ravensburger Rosmarinstraße in Anspruch genommen. Auch die Zahl der zur Vermeidung von Infektionskrankheiten getauschten Spritzen ist weiter gestiegen. Dies geht aus dem Jahresbericht der Einrichtung hervor.

Insgesamt 432 Personen – 27 mehr als 2005 – haben im Jahr 2006 die Dienste des Kontaktladens in Anspruch genommen. Konstant geblieben ist gegenüber dem Vergleichsjahr 2005 die durchschnittliche Besucherzahl von täglich rund 28 Personen. Wie etwa im bundesdeutschen Durchschnitt prägen 28,7 Prozent Frauen und 71,3 Prozent Männer das Bild in der Rosmarinstraße 7.

Etwas zugenommen hat das Durchschnittsalter der Besucher. Mehr als die Hälfte ist älter als 30 Jahre. Geschäftsführer Dr. Markus Leibfarth weist darauf hin: „Es handelt sich also überwiegend um langjährige Abhängige mit gesundheitlichen und sozialen Folgeschäden und entsprechendem Hilfebedarf.“ Hauptsächlich kommen die Besucherinnen und Besucher übrigens aus den Stadtgebieten Ravensburgs und Weingartens sowie aus dem Kreis Ravensburg, nämlich 77,3 Prozent. Nur knapp ein Viertel kommt aus anderen Gemeinden angrenzender Landkreise oder ist ohne festen Wohnsitz.

Durch die Möglichkeit zum Tausch gebrauchter Spritzen soll das Risiko für Infektionen mit HIV und Hepatitis gesenkt werden. Insgesamt 14812 Mal wurde von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Im Jahr 2005 waren es 13227, im Jahr 2004 erst 10582 getauschte Spritzen.

Spritzentausch ist freilich bloß ein – wenn auch aus gesundheitlichen Gründen immens wichtiges – Angebot im Kontaktladen. Die Mitarbeiter versuchen, die Drogenabhängigen in weiterführende Einrichtungen zu vermitteln und zu einem Ausstieg aus der Abhängigkeit zu motivieren. 52 Personen wurden 2006 direkt in die Suchtberatungsstellen vermittelt. Markus Leibfarth betont: „Eine hohe Zahl angesichts der Tatsache, dass viele der Besucher aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung für eine abstinenzorientierte Therapie aktuell nicht in Frage kommen.“ Günstig erweist sich in dem Zusammenhang, dass Mitarbeiter der Beratungsstellen regelmäßig im Kontaktladen Präsenz zeigen.

Glücklicherweise nur drei Mal mussten Mitarbeiter den Rettungsdienst rufen, weil sich Klienten in akut bedrohlichem Zustand befanden. Wie bekannt wurde, gehörte eine Person, die auch zu den Kontaktladenbesuchern zählte, zu den Drogentoten im Landkreis. Besucher und trauernde Freunde nahmen die Hilfe der Sozialarbeiter nach diesem Todesfall in Anspruch.

Auch das Telefon wird rege genutzt. Vor allem in Bezug auf so genannte Ein-Eurojobs griffen die Besucher häufiger zum Hörer.

Wie stets in der Vergangenheit war der Kontaktladen, der im Jahr 2006 seinen zehnten Geburtstag feierte, auf Spenden angewiesen. Ein Umstand, der auch in Zukunft weiter bestehen bleibt. Reichen doch die zur Verfügung stehenden Geldmittel bei weitem nicht aus, das Angebot zu finanzieren.

i Spenden nimmt die Suchthilfe Ravensburg gGmbH entgegen: Konto 48060703, BLZ 65050110, Kreissparkasse Ravensburg.



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