StartseiteStadt Aulendorf Bad WurzachBad Waldsee
StartseitePartner AOK Allgäu OberschwabenWilhelmsdorfWolfeggLeutkirchWeingartenRavensburg
Wangen im AllgäuIsny im Allgäu
  ...  |  Presse und Medien  |  Kontakt + Impressum
<< ZURÜCK ZUR STARTSEITE

02.04.07 - Steinert: Kunsttherapie ist wichtig in der Behandlung

RAVENSBURG (zfp) – „Kunsttherapie ist ein wichtiger Bestandteil in der Qualität der Behandlung.“ Dies betonte Professor Dr. Tilman Steinert, Stellvertreter des Ärztlichen Direktors am Zentrum für Psychiatrie die Weissenau (ZfP), bei der Tagung der Kunsttherapeuten psychiatrischer Einrichtungen im Land in der Weissenau.

Keinen Zweifel an der Notwendigkeit dieser Therapieform ließ Steinert aufkommen. Gleichwohl wies er darauf hin, dass  in der aktuellen Diskussion immer mehr Therapieformen in Frage gestellt würden, deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen werde.

„Diese Wirksamkeitsnachweise könnte man sehr wahrscheinlich erbringen“, sagte der Professor. Allein, es fehle an Geld für entsprechende Studien. Forschungsgelder in entsprechend großem Umfang für die Therapieforschung kämen fast nur von der Pharmaindustrie. Steinert sagte: „Wenn ein neues Medikament auf den Markt gelangen soll, dann werden sofort die entsprechenden Studien angestellt. Für andere Therapien gibt es keine Mittel.“ Dementsprechend lägen die viel diskutierten „Wirksamkeitsnachweise“ am ehesten für Medikamente vor, was aber keineswegs heiße, dass andere Therapieformen unwirksam seien.

Dass Musik- oder Kunsttherapie freilich in der Behandlung der Patienten ein großer Stellenwert zukomme, verhehlte er nicht. Solche Kreativtherapien, aber auch Arbeits- und Beschäftigungstherapie seien nach wie vor unverzichtbar für eine zeitgemäße psychiatrische Behandlung.

Zu der Tagung waren 30 Tagungsteilnehmer aus allen Zentren und Institutionen für Psychiatrie in Baden-Württemberg gekommen. Ausgerichtet hatten sie der Weissenauer Kunsttherapeut Stefan Schwaiger und seine Kollegin Ursula Schielein aus Wangen. Ihnen und ihren Kollegen bescheinigte Steinert, unverzichtbare Arbeit zu leisten. Auf die Frage, was es bedeute, wenn etwa Kunsttherapie nicht mehr bezahlt werde, sagte Steinert: „Das Resultat wäre eine sehr arme Psychiatrie.“

 

Bildtext:
Stefan Schwaiger und Ursula Schielein richteten die Arbeitstagung der Kunsttherapeuten aus.
Foto: Gaby Kolb



WEITERE INFOS ÜBER DEN
PARTNER FINDEN SIE HIER





Stefan Schwaiger und Ursula Schielein

WEITERE INFOS ÜBER DEN
PARTNER FINDEN SIE HIER
© 2002 by Netzwerk Gesundheit im Landkreis Ravensburg, Welfenstraße 2, 88212 Ravensburg