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15.03.07 - Suchtambulanz: Konflikte nicht mehr an der Theke bewältigen

ÜBERLINGEN (zfp) – Markus K. ist ein geselliger Mensch, liebevoller Vater und Ehemann und guter Kumpel. Doch seine Alkoholabhängigkeit drohte sein Leben zu zerstören. Jetzt kommt er regelmäßig zur Behandlung in die Suchtambulanz im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in Überlingen.

Vor vier Jahren kam Markus K. erstmals in die Weissenauer Suchtambulanz. Seine Ehefrau hatte ihn dazu gedrängt. Mehr und mehr hatte der gesellige Familienvater sich im Verein engagiert, war mit den Kumpels an der Theke hängen geblieben, versuchte seine Konflikte dort zu bewältigen.
Der Ärztin Dr. med. Kerstin Schwarz im Zentrum für Psychiatrie Die Weissenau (ZfP) sagte der heute 38-Jährige damals, dass er den Ausstieg aus der Alkoholab-hängigkeit alleine schaffen wollte.

Leichter gesagt als getan! Am Arbeitsplatz bekam Martin K. Probleme, vom Arbeitgeber gab es die erste Abmahnung. Dadurch war er gezwungen, sich erneut dem Thema Sucht zu stellen und fand über die PIA den Weg in die Entzugs- und anschließende Rehabilitationsbehandlung. Ein Jahr blieb K. „trocken“. Dann wurde ihm betriebsbedingt gekündigt. Ein herber Schlag für den ehrgeizigen Familienvater.

Als er vor einem Jahr einen Rückfall erlitt, zog seine Frau mit den beiden Kindern aus der gemeinsamen Wohnung aus. Martin K., der inzwischen auch an einer behandlungsbedürftigen Depression leidet, wandte sich erneut an die PIA Sucht. 

Kerstin Schwarz behandelt seither sowohl seine Depression als auch seine Alkoholabhängigkeit ambulant. Seinen Rückfall arbeitet Martin K. in einem gruppentherapeutischen Angebot zur Abstinenzsicherung, auf. Außerdem führten die Ärztin mit K. und seiner Ehefrau Familiengespräche. Mittlerweile ist die Familie wieder unter einem Dach vereint. Über eine Zeitarbeitsfirma hat er jetzt auch wieder einen Job gefunden.
„Martin K. muss lernen, seine Konflikte nicht an der Theke zu bewältigen“, fasst Kerstin Schwarz zusammen. Er tue sich schwer, sich vom geselligen Schichtarbeiter zum Familienvater zu wandeln und habe sein Glück im Vereinsleben gesucht. Regelmäßig kommt er zur Behandlung nach Überlingen ins GPZ. K. wohnt in einer kleinen Gemeinde im Bodenseekreis und ist froh, dass er sich weite Anfahrtswege zur ambulanten Behandlung sparen kann.

Infokasten
Die Suchtambulanzen des Weissenauer Psychiatriezentrums kooperieren seit zwei Jahren in Friedrichshafen und jetzt auch in Überlingen eng mit der Beratungsstelle der Diakonie. Mit Eröffnung der Überlinger Ambulanz bietet die Suchtambulanz im Bodenseekreis an drei Tagen in der Woche Sprechstunden an: mittwochs und donnerstags mit Claudia Rosenstock in Friedrichshafen, Telefon 07541/950180, seit Januar freitags mit Kerstin Schwarz in Überlingen, Telefon 07551/3011846. Sprechstunde ist jeweils von 9 bis 12 Uhr.



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Dr. K. Schwarz behandelt in Überlingen die Patienten in der Suchtambulanz. Foto: Wolfgang Engler, Zf

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