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09.03.05 - Verabschiedung von Prof. Dr. med. G. Fuchs, EK Ravensburg

Ravensburg (KK) – Drei Jahrzehnte lang prägte er durch seine Stellung, seine Fachlichkeit und durch seine Persönlichkeit die Entwicklung eines Hauses. Professor Dr. med. Gottfried Fuchs wurde für seine Verdienste für das Heilig-Geist-Spital, aber auch für das ehemals Städtische Krankenhaus, geehrt. Als Chefarzt wurde er in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Oberbürgermeister Hermann Vogler lobte die „unglaubliche Leistung“.

Viel Ravensburger Prominenz kam in das Heilig-Geist-Spital, um Professor Fuchs für sein Lebenswerk zu ehren. Peter Wiggenhauser, Verwaltungsdirektor der OSK, bezeichnete ihn als „ein Vorbild, eine ärztliche Persönlichkeit und einen geachteten Chef“. Wiggenhauser sprach die Laudatio im Namen der neuen Geschäftsführerin der OSK, Dr. Elizabeth Harrison. Im Jahre 1975 trat der gebürtige Pfälzer die Nachfolge von Dr. Boos als Chefarzt der Inneren Medizin im damals Städtischen Krankenhaus an. Zusätzlich bekleidete er das Amt des Ärztlichen Direktors des Krankenhauses. Das Hessische Ministerium verlieh dem Mediziner 1990 die außerordentliche Professur der Philipps-Universität Marburg, die er bis heute inne hat. Als das Akutkrankenhaus in ein Zentrum für geriatrische Rehabilitation umgewandelt wurde, zeigte Professor Fuchs Bereitschaft und großes Interesse, sich weiterzubilden und die Fachkunde Geriatrie zu erwerben. „Heute strahlt die Geriatrie weit über die Region hinaus. Alles, was in diesem Haus erreicht wurde, verdanken wir Ihrer Pionierarbeit und Ihrem unermüdlichen Einsatz. Diese unglaubliche Leistung war nur mit einer Persönlichkeit wie Ihnen zu meistern“, ehrte Oberbürgermeister Hermann Vogler Prof. Dr. Fuchs. Dr. Fritz-Jürgen Günther, der seit 1998 gemeinsam mit Professor Fuchs Chefarzt der Geriatrischen Rehabilitation ist, bedankte sich, dass er in dem „Fuchsbau“ so gut aufgenommen wurde: „Die gute Mischung von altbewährten und neuen Ideen zeigt sich in der hohen Qualität unserer Arbeit.“



Humorvoll und reich an Anekdoten war der Abend. So einiges kam in 30 Jahren Amtszeit zusammen. Doch seine Sekretärin von Anfang an, Anita Hennen-Albrecht, vermerkte mit einem Augenzwinkern: „Ich war vor Ihnen da!“ Als „lebendiges Leitbild“ bezeichnete sie respektvoll ihren Chef. Noch ein Begleiter der ersten Stunde verabschiedete ihn. Oberarzt Dr. Wolfram Stumpp fragte rhetorisch, wie es ein Oberarzt überhaupt 27 Jahre lang mit dem gleichen Chef aushalten kann. Er selbst gab die Antwort, indem er Professor Fuchs charakterisierte: „Verlässlichkeit, Loyalität, Ehrlichkeit, Fairness, Arbeitsfreude, Optimismus, fachliche Kompetenz, Großzügigkeit, Humor.“ Ein Abschied fällt immer schwer – vor allem für den, der bleibt. „Sie werden mir fehlen.“ Er verglich die Höhen und Tiefen auf dem gemeinsamen Weg mit einem Lokführer und seinem Heizer: „Unsere Dampflok lief ständig unter Volldampf. Einige Waggons wurden abgehängt, neue dafür drangehängt. Zeitweise drohte uns, dass die Kohle ausgeht.“

Dass die Belegschaft des Hauses eine eingeschworene Gemeinschaft ist, demonstrierten 10 Krankenschwestern, die verkleidet wie an der Fasnet auftraten. Pflegefachkraft Lilia Tisch bezeichnete Professor Fuchs als charmanten Chef, der einen immer gefördert aber auch gefordert hat. Ausgesprochen gut sei das Arbeitsklima der „internationalen Truppe“.

Zum Schluss stellte Professor Fuchs unter Beweis, dass all die Charakterisierungen zutreffen. Er zeigte Witz und Geist und erinnerte an die bewegte Zeit am Heilig-Geist-Spital in der Satzfolge der 6. Symphonie von Beethoven. Teils humorvoll, teils ernst schilderte er seine Zeit in Ravensburg, angefangen von der ersten Suche nach einem Krankenhaus in der Bachstraße. Nachsichtig erinnerte er an die damals baulichen Unzulänglichkeiten. Mittlerweile hat sich aber vieles grundlegend geändert. „Da Chefs aber keine Solisten sind“, gab er Dank und Lob an seine Wegbegleiter zurück. Er dankte allen, die das Krankenhaus in schweren Zeiten unterstützt haben. Er bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen für ihre wichtige Arbeit und er dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern







Heilig-Geist-Spital

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