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01.10.06 - ZfP:Expertentreffen Acht Stunden wirken sieben Jahre nach

RAVENSBURG (zfp) - Psychoedukation heißt das „Zauberwort“, das Schizophreniepatienten helfen kann, mit ihrer Krankheit besser umzugehen. Psychoedukationsexperten haben sich jetzt im Zentrum für Psychiatrie Die Weissenau (ZfP) getroffen.
Psychoedukation wurde ursprünglich für schizophren erkrankte Patienten entwickelt, um mit ihnen und ihren Angehörigen zusammen die wesentlichen Schritte zu einem angemessenen Umgang mit ihrer Krankheit zu erarbeiten, ihnen alle wichtigen Informationen zu geben und ihnen dadurch zu einem besseren Verlauf zu verhelfen. Dieser Ansatz hat sich in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen als außerordentlich wirksam bei vergleichsweise geringem Aufwand erwiesen.
Mit acht Stunden Psychoedukation für die Patienten und acht Stunden Angehörigenarbeit können inzwischen bis zu sieben Jahre reichende Langzeiteffekte nachgewiesen werden: weniger Krankenhaustage, weniger Wiedererkrankungen, deutliche Kostenersparnis, bessere Lebensqualität in der Gruppe, die diese Behandlung erhalten hat. Dies belegt eine Studie der Münchner Arbeitsgruppe um Dr. Josef Bäuml, leitender Oberarzt der Universitätsklinik der TU München, der auch an der Weissenauer Arbeitstagung teilnahm. Dieser Ansatz psychoedukativer Arbeit wird nun Schritt für Schritt für andere seelische Erkrankungen nutzbar gemacht.
Auf Einladung von Dr. Thomas Kohler, Chefarzt der Abteilung 5 im ZfP Weissenau und selbst Mitglied dieser Expertengruppe, trafen sich Ärzte und Psychologen aus ganz Deutschland zu der Arbeitsgruppe Psychoedukation. Im Zentrum stand die Ausdehnung der Psychoedukation auf immer mehr psychische Erkrankungen. Außerdem reichte die Tagesordnung  von der Vorbereitung des 4. großen Psychoedukationskongresses über die Neuauflage des so genannten „Konsensusbuchs“, in dem die wesentlichen Standards für eine fachgerechte Psychoedukation schizophren erkrankter Personen festgelegt werden, bis zur Diskussion der neuesten Entwicklungen.


Bildtext:
Psychoedukationsexperten haben in der Weissenau neue Erkenntnisse zur Behandlung schizophren erkrankter Patienten diskutiert.
Foto: Made Höld, Zfp

 



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