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13.03.06 - Komplettes Angebot für Diabetes-Patienten

Oberschwaben Klinik
Wangen (KK) – Das Krankenhaus Wangen der Oberschwaben Klinik nimmt an dem Disease Management Programm (DMP) Typ 2 Diabetes der Krankenkassen teil und kann nun ein weiter verbessertes Angebot für die Behandlung und Betreuung von Diabetes-Patienten vorweisen. Diabetes wird auch Zuckerkrankheit genannt. „Neben den personellen Voraussetzungen haben wir nun  mit dem neuen Schulungsraum für Diabetes-Patienten auch die Räumlichkeiten für eine optimale Betreuung“, bestätigt Oberarzt Dr. med. Joachim Brückel.
Am Krankenhaus Wangen werden alle Formen des Diabetes (Zuckerkrankheit) behandelt. In den letzten Jahren hat aber besonders der Diabetes Typ 2 dramatisch zugenommen. Diese Form der Diabetes wird auch Altersdiabetes oder auch Alterszucker genannt. Schätzungen gehen von 5-8 Millionen betroffenen Bundesbürgern aus; in 90% der Fälle handelt es sich um einen Typ 2 Diabetes. Häufig gehen mit einem Diabetes auch Folgeerkrankungen wie eine Schädigung der Blutgefäße an Augen, Nieren und Nerven bis hin zum diabetischen Fuß oder Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems einher. Die gesundheitlichen Folgen sind schwerwiegend und die Kosten für das Gesundheitssystem hoch. Die Krankenkassen haben auf der Basis gesetzlicher Vorgaben DMPs, sogenannte Disease Management Programme (siehe Erklärung unten) für chronische Krankheiten ins Leben gerufen. Um zu den Disease Management Programmen zugelassen zu werden, müssen strenge Kriterien erfüllt werden, die nicht alle Krankenhäuser bieten können. Das Krankenhaus Wangen arbeitet hierfür eng mit Ärzten und Belegärzten anderer Krankenhäuser der Oberschwaben Klinik, aber auch mit den niedergelassenen Ärzten zusammen, um alle für die Behandlung von Diabetes-Patienten relevanten Fachdisziplinen zu vereinen.
Die früher geläufige Bezeichnung der Altersdiabetes trifft nicht mehr ganz zu, weisen doch heute vermehrt auch jüngere Menschen dieses Krankheitsbild auf. Als Grund für die Zunahme des Typ 2 Diabetes nennen Mediziner Übergewicht, eine Folge von falscher Ernährung und Bewegungsmangel. „Für alle Diabetes-Patienten stellen abgestimmte Ernährung und körperliche Aktivität die Grundlage einer Therapie dar“, so Dr. Brückel. Unterstützt wird Dr. Brückel von den beiden Diabetesberaterinnen DDG (Deutsche Diabetes-Gesellschaft) Christel Bordasch und Mathilde Pichlmaier. Eine mehrjährige Ausbildung qualifiziert sie für das umfangreiche Gebiet der Diabetes. „Mit unseren Patienten suchen wir nach einem gemeinsamen Weg, wie sie ihre Diabetes-Kost auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen“, verrät Mathilde Pichlmaier. Beide möchten keine strengen Vorgaben diktieren, sondern stimmen die Ernährung individuell ab. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Rücksicht auf bisherige Vorlieben: „Jeder soll die Möglichkeiten finden, die ihm Spaß machen und schmecken.“ Bei Bedarf werden auch Familienangehörige in die Schulungen integriert, um so die Umstellung der Ernährung zu erleichtern. Den Patienten wird das Wissen nicht nur theoretisch auf den Weg gegeben, sondern auch in dem Schulungsraum praktisch umgesetzt. Dafür stehen in dem freundlich eingerichteten und hellen Raum im dritten Stock des Krankenhauses Wangen ein moderner Herd mit Ceranfeld und Dunstabzug zur Verfügung. Die Küchenwaage ist obligatorisch, um die entscheidenden Kohlenhydrateinheiten zu ermitteln.

Dr. Brückel und seine zwei Diabetesberaterinnen begleiten aber auch Patienten, die mit einer anderen Erkrankung im Krankenhaus sind. „Eine ergänzende Beratung ist oft sinnvoll“, so Dr. Brückel. Das Angebot umfasst noch mehr. Zuweilen machen Christel Bordasch und Mathilde Pichlmaier mit ihren Patienten auch ein Bewegungsprogramm, unterstützt von den Physiotherapeuten im Haus. „Das Aha-Erlebnis ist mitunter beeindruckend, wenn der Patient sieht, dass er schon durch einen Spaziergang seinen Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen kann“, schildern die Diabetesberaterinnen.
Bild:
Christel Bordasch (links), Dr. Joachim Brückel und Mathilde Pichlmaier freuen sich, mit ihrem neuen Schulungsraum Diabetes-Patienten ein umfangreiches Angebot bieten zu können.

 

Disease Management Programme (DMP)

Disease Management Programme verfolgen das Ziel der Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen. Dazu werden auf der Grundlage bester wissenschaftlicher Erkenntnisse Vorgaben für Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Pflege erarbeitet. Diese Behandlungsangebote erfolgen dann können übergreifend über die traditionellen Sektoren von ambulanter und stationärer Versorgung.

Bestandteil der Behandlung ist ein Therapieplan auf der Basis einer Bewertung des Krankheitszustands des individuellen Patienten. Die Patienten sollen damit eine Versorgung erhalten, die das Risiko einer Verschlechterung der Erkrankung oder von Folgeschäden so weit als möglich verhindert und zugleich die Effizienz und Wirtschaftlichkeit steigert.

Alle Disease Management Programme, die die Krankenkassen anbieten, müssen vom Bundesversicherungsamt geprüft und mit einem Gütesiegel zertifiziert werden. Das stellt sicher, dass nur qualitätsgesicherte Programme angewendet werden. Die Teilnahme an den Programmen ist für die Patientinnen und Patienten freiwillig.



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