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07.02.06 - Oberschwaben Klinik: Prof. Steinhardt stellt Lokale Schlaganfallstation vor

Wangen (KK) – Im Rahmen einer Tagung mit niedergelassenen Ärzten stellte Prof. Dr. med. Hans Jörg Steinhardt die Lokale Schlaganfallstation am Krankenhaus Wangen vor. Mit Einrichtung dieser Lokalen Schlaganfallstation im Jahre 2005 ist es der Oberschwaben Klinik gelungen, bei Schlaganfällen eine optimale medizinische Versorgung flächendeckend im Landkreis zu gewährleisten.
Vier Akutbetten mit entsprechend auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten ausgerichteter Ausstattung stehen am Krankenhaus Wangen zur Verfügung. Die Patienten werden von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen nach den neuesten Erkenntnissen unverzüglich rund um die Uhr untersucht und behandelt. Geleitet wird die Lokale Schlaganfallstation von Privatdozent Dr. med. Dietmar Bengel, Chefarzt der Abteilung für Neurologie und klinische Neurophysiologie am Krankenhaus St. Elisabeth und zugleich Leiter des dortigen Regionalen Schlaganfallschwerpunkt. „Die Zusammenarbeit mit dem Regionalen Schlaganfallschwerpunkt am Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg und den dortigen Ärzten hat sich hervorragend eingespielt“, so Prof. Steinhardt.

Die Behandlung von Patienten mit einem Schlaganfall hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Im Vordergrund steht die rasche optimierte Akutbehandlung. Grundlage lieferten Mitte der 90er Jahre veröffentlichte wissenschaftliche Studien, die den Erfolg von speziellen Schlaganfalleinheiten belegten. Schon bald danach erarbeitete die AOK ein Konzept „zur Optimierung der Qualität und Humanität bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten“ und wählte  zwei Modellregionen im Land aus: den Raum Heidelberg-Neckar und den Kreis Ravensburg. Das Land Baden-Württemberg setzte die Erkenntnisse in der Schlaganfallkonzeption aus dem Jahr 1999 um.

Die Schlaganfallkonzeption sieht ein dreigliedriges System vor. Schlaganfallzentren, sogenannte Stroke units, wurden Universitätskliniken und Kliniken der Maximalversorgung in Stuttgart und Karlsruhe angegliedert. Für mehrere Land- und Stadtkreise sind Regionale Schlaganfallschwerpunkte zuständig. Für die Region Oberschwaben/Allgäu/Bodensee wurde diese Spezialeinheit am Krankenhaus St. Elisabeth etabliert. Um ein wohnortnahes Behandlungsangebot zu gewährleisten, werden Lokale Schlaganfallstationen, wie am Krankenhaus Wangen, eingerichtet. Doch auch die Lokale Schlaganfallstation am Krankenhaus Friedrichshafen wird von den Ravensburger Ärzten betreut. Durch Vernetzungen und Kooperationen ist so eine qualitativ hochwertige und gleichbleibende Versorgung gesichert.

Diese speziellen Schlaganfalleinheiten müssen strenge Voraussetzungen bei personeller und medizintechnischer Ausstattung erfüllen. Standardisierte schnelle Diagnostik und Therapie sind gefordert. Dafür bedarf es neben Ärzten aus den verschiedenen Fachdisziplinen Neurologie, Kardiologie, Radiologie sowie Innere Medizin die pflegerische Betreuung durch intensiv geschulte Krankenschwestern und Krankenpfleger, begleitet von Krankengymnastik, Ergotherapie sowie Logopädie und Sozialberatung. Bei der Diagnostik werden modernste Verfahren eingesetzt: Ultraschalldiagnostik mit hochmodernen Geräten sowie Computertomographie und Kernspintomographie.

Entscheidend für den Erfolg einer Behandlung ist vor allen Dingen, dass der Patient schnellstens in einer entsprechenden Spezialeinheit eingeliefert wird. Das Zeitfenster beträgt lediglich drei Stunden. Innerhalb dieser Zeit sind die Behandlungserfolge vielversprechend. „Time is brain – Zeit ist Hirn“, betont Privatdozent Dr. med. Dietmar Bengel in seinem Vortrag. „Ein Schlaganfall ist ein akuter Notfall, der schnellstmöglich in der Klinik behandelt werden muss“, fordert Bengel. Der Chefarzt der Abteilung für Neurologie und klinische Neurophysiologie am Krankenhaus St. Elisabeth leitet auch den dortigen Regionalen Schlaganfallschwerpunkt. Sein Oberarzt Dr. med. Thomas Staudacher steht der Lokalen Schlaganfallstation am Krankenhaus Wangen konsiliarisch zur Verfügung. Er zitiert eine landesweite Erhebung, wonach die Versorgung von Schlaganfällen im Landkreis hervorragend dasteht: 55 % aller Patienten kommen innerhalb des Zeitfensters von drei Stunden in die Klinik, landesweit liegt der Schnitt bei 40 %. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass Folgeschäden vermieden werden können und auch die daraus resultierenden Kosten geringer sind. Für die Neurologen ein Beweis, dass eine hohe Qualität durchaus Kosten senken kann.

Foto:
Prof. Dr. med. Hans Jörg Steinhardt moderiert das Schlaganfallsymposium. Das Interesse war sehr groß: Der Ratssaal im Rathaus Wangen war bis auf den letzten Platz gefüllt.

 



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